Haberhausen

Die Lage von Haberhausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
10 km nordwestlich von Bad Arolsen
Lage und Verkehrslage
Im Orpetal südwestlich des Denkelhofs gelegen
Ersterwähnung
(989-992)
Siedlungsentwicklung
1537 wird der Ort als Wüstung bezeichnet.
Historische Namensformen
- Haberteshusun, in (989-992) [Abschrift 15. Jahrhundert Traditiones Corbeienses, S. 149, § 439, vgl. Schütte, Mönchslisten, S. 274]
- Hobergehus, in (13. Jahrhundert) [Verzeichnis von Zehnt-Einkünften der Abtei Corvey, in: Liber vitae der Abtei Corvey, Bd. 1, S. 113, i.5]
- Hadebergenhusen (1250) [Urkunden der Propstei Marsberg, S. 42-43, Nr. 17]
- Hardeburgehusen, in (1283) [Westfälisches Urkundenbuch 4,3, S. 814, Nr. 1742]
- Hardeborgehusen, in (1350) [Paul Wigand, Einzelne Beiträge, in: Archiv für Geschichte und Alterthumskunde Westphalens 6 (1834), S. 385-405, IV: Das älteste Corveyer Lehnsregister, hier S. 394, § 54]
- Hadberinkhausen (15. Jahrhundert) [Wilhelm Classen, Kirchliche Organisation Althessens, S. 270]
- Haberhusen (um 1490) [HStAM Bestand 127 Nr. 1]
- Hafferhusen (1517) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 544]
- Haferhusen (1537) [HStAM Bestand 127 Nr. 5]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3497018, 5703571
UTM: 32 U 496945 5701730
WGS84: 51.466726° N, 8.956025° O
Statistik
Ortskennziffer
63500803001
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1495: Grafschaft Waldeck, Amt Rhoden
- 1537: Grafschaft Waldeck, Amt Eilhausen
Altkreis
Waldeck
Herrschaft
- 1495 gehört Haberhausen mit seiner ganzen Mark den Grafen von Waldeck.
- 1517 belehnt Abt Franz von Korvey den Grafen Philipp den mittleren von Waldeck mit Hesperinghausen, Hafferhusen, Harthausen, Eilhausen, Helmighausen und Freistuhl und Amtshof in Twiste.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Ende des 10. Jahrhunderts begegnet die Abtei Corvey mit Besitz in Haberhausen. 1283 übertragen die Edelherren von Büren dem Burchard von der Asseburg Güter in Haberhausen. Mitte des 14. Jahrhunderts bis 1490 haben die Herren von Brobeck corveyische Lehnsgüter in Haberhausen.
Zehntverhältnisse
In einem im 13. Jahrhundert in den Liber vitae der Abtei Corvey eingetragenen Verzeichnis wird Haberhausen als Zehntbesitz der Abtei aufgeführt.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1250: ecclesia
Kirchliche Mittelbehörden
15. Jahrhundert: Bistum Paderborn, Archidiakonat Horhausen (Niedermarsberg)
Nachweise
Literatur
- Neudorf. Geschichte eines Dorfes im Roten Land, S. 77-80
- Aumüller, Brobeck, S. 57
- Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 2 (Kreis der Twiste), S. 264
- Bockshammer, Grafschaft Waldeck, S. 177-187
- Höhle, Ortschaften in Waldeck, S. 65-67, Nr. 27
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Haberhausen, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1848_haberhausen> (aufgerufen am 31.05.2026)
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