Dorpede

Die Lage von Dorpede im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
14 km nordwestlich von Bad Arolsen. Flurname Dörpeder Mark
Lage und Verkehrslage
Nordwestlich von Billinghausen beiderseits der Diemel gelegen. Der größte Teil der Dorpeder Mark (Flurname) gehört heute zu Westheim im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen.
Ersterwähnung
(1082-1088)
Weitere Namen
Dörpede
Siedlungsentwicklung
Bei Grabungen südlich der Bahnlinie kam die 1250 erwähnte Kirche von Dorpede zutage. 1496 und 1540 wird der Ort als Wüstung bezeichnet.
Vorbemerkung Historische Namensformen
Da die Gemarkung heute sowohl im Bundesland Nordrhein-Westfalen als auch in Hessen gelegen ist, lassen sich die Belege nicht eindeutig zuweisen. Vgl. den Artikel Dorpede in: Ortsnamen Hochsauerlandkreis, S. 115-116.
Historische Namensformen
- Durpethe, de (1082-1088) [Urkunden der Propstei Marsberg, S. 31-32, Nr. 2]
- Dorpede, de (1223-1255) [Westfälisches Urkundenbuch 4.1, S. 82, Nr. 119]
- Durpethe, in (1232) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 91-92, Nr. 63]
- Dorpethe (1250) [Urkunden der Propstei Marsberg, S. 42-43, Nr. 17]
- Dorpede (13. Jahrhundert) [Verzeichnis von Zehnt-Einkünften der Abtei Corvey, in: Liber vitae der Abtei Corvey, Bd. 1, S. 113, i.5]
- Dorpe (1357) [Urkunden der Propstei Marsberg, S. 123, Nr. 196]
- Dorpede (1431) [Fälschung Urkunden Kloster Dalheim, S. 96, Nr. 172]
- Dorpede (1511) [Klosterarchive 7: Die oberhessischen Klöster 3,1, S. 548-549, Nr. 780]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1082-1088)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3495898, 5707486
UTM: 32 U 495826 5705643
WGS84: 51.501908° N, 8.939862° O
Statistik
Ortskennziffer
63500806004
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1480: Grafschaft Waldeck, Amt Rhoden
- 1504: Grafschaft Waldeck, Amt Rhoden
Altkreis
Waldeck
Gericht
- 14. Jahrhundert: Freistuhl Dörpede
Herrschaft
- 1232 erwirbt das Kloster Hardehausen ein Gut des Ritters Ulrich in Dorpede bis zur Abtragung einer Schuld. 1390 verpfändet Graf Heinrich von Waldeck Schloß und Stadt Rhoden mit Gütern u.a. zu Dorpede an Kurt Spiegel vom Desenberg. 1504 übergab Graf Philipp II. von Waldeck sein ganzes erbeigenes Dorf Dorpede dem Präzeptor der Antoniterhäuser Grünberg und Arolsen mit Gericht, Gebot und Verbot.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Von 1318 an gelangen Besitzungen in Dörpede in die Hände Marsberger Bürger. Größere Besitzanteile gehen in der Folge an die von Brobeck über. 1431 belehnt Graf Otto von Waldeck auf Bitten der Brüder von Brobeck die Regularkanoniker St. Augustinerordens des Klosters Dalheim u.a. mit dem dritten Teil des Dorfs Dorpede.
Zehntverhältnisse
In einem im 13. Jahrhundert in den Liber vitae der Abtei Corvey eingetragenen Verzeichnis wird Dorpede als Zehntbesitz der Abtei aufgeführt.
1347 besitzt der Graf von Waldeck den Zehnten. 1485 übergibt Werner Winter den Zehnten dem Grünberger Antoniterhaus. 1511 imd 1537 ist der Zehnte in den Händen des Klosters.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1250: ecclesia
Nachweise
Literatur
- Thomas-Sergej Huck, Zisterzienserkloster Hardehausen, S. 89
- Aumüller, Brobeck, S. 56-57
- Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 2 (Kreis der Twiste), S. 263
- Bockshammer, Grafschaft Waldeck, S. 177-187
- Höhle, Ortschaften in Waldeck, S. 51-53, Nr. 13
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Dorpede, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1844_dorpede> (aufgerufen am 30.05.2026)
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