Nordeck

Die Lage von Nordeck im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
12,5 km nordwestlich von Korbach
Lage und Verkehrslage
1 km nördlich von Rhenegge; Flurname In der Nordeck
Ersterwähnung
1120
Historische Namensformen
- Nortwike, in (1120) [Kopiar 16. Jahrhundert Regesten der Erzbischöfe von Köln 2, S. 26, Nr. 173]
- Nortwik, in (1194) [Kop. 14. Jahrhundert Regesten der Erzbischöfe von Köln 2, S. 299, Nr. 1488]
- Nordyke (1374) [Abschrift 1430 Urkunden Kloster Bredelar, S. 204, Nr. 404]
- Nardick (1375) [Abschrift Urkunden Kloster Bredelar, S. 204-205, Nr. 405]
- Nordeck, tho (1427) [Abschrift HStAM Bestand 133 f Nr. Flechtdorf 7/52: 1427 Dez. 13]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3484356, 5692866
UTM: 32 U 484288 5691029
WGS84: 51.370299° N, 8.774288° O
Statistik
Ortskennziffer
63500708003
Verfassung
Altkreis
Waldeck
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1120 bestätigt der Kölner Erzbischof Friedrich I. dem Kloster Flechtdorf erstmals den Besitz von zwei Hufen in Nordeck. 1194 wird dieser Besitz bestätigt. 1427 verkaufen die Brüder Friedrich und Johann vom alten Hause Padberg und Friedrichs Frau Kunigunde dem Kloster Flechtdorf ihr Gut mit allem Zubehör in Nordeck. Noch 1515 und 1516 bezieht das Kloster Einkünfte aus Nordeck.
- 1421 verkauft Gottschalk Lamberti dem Kloster Bredelar seinen Kotten im Dorf Nordeck mit Äckern, Garten und allem Zubehör.
Zehntverhältnisse
1374 verkaufen die vom alten Haus Padberg dem Kloster Bredelar den halben Zehnten zu Nordeck, im Jahr darauf überlassen wiederum die vom neuen Haus Padberg dem Kloster den halben Zehnten dasselbst. 1376 verkauft Friedrich vom neuen Haus Padberg dem Kloster den halben Zehnten zu Nordeck. 1423 vergleichen sich die vom neuen Haus Padberg mit dem Kloster wegen des vierten Teils des Zehnten zu Nordeck. 1430 verkaufen die Brüder vom alten Haus Padberg dem Kloster die Hälfte des Zehnten zu Nordeck. 1433 streitet das Kloster mit den Padbergern um den Zehnten zu Nordeck.
1510 gehört je ein Viertel des Zehnten den Grafen von Waldeck, den Krähhahnen zu Oberschleidern (?), dem Kloster Bredelar und dem Pastor zu Adorf.
Nachweise
Literatur
- Müller, Zisterzienserabtei Bredelar, S. 239, 255
- Schwersmann, Benediktinerkloster Flechtdorf, S. 311
- Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 3 (Kreis des Eisenberges), S. 250
- Höhle, Ortschaften in Waldeck, S. 218-219, Nr. 37
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Nordeck, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1825_nordeck> (aufgerufen am 13.06.2026)
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