Mühlhausen

Wüstung · 323 m über NN  
Gemarkung
Adorf
Gemeinde
Diemelsee
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

15 km westlich von Bad Arolsen

Letzterwähnung

1216

Weitere Namen

Mülhausen

Vorbemerkung Historische Namensformen

Bei Belegen vor 1200 ist nicht immer eindeutig feststellbar, auf welchen Ort sie sich beziehen. In Frage kommt neben Mühlhausen (Twistetal) auch die Wüstung Molhusen (am östlichen Rand der Warburger Neustadt, Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen) (vgl. zu letzterem den Artikel Molhusen in: Ortsnamen Kreis Höxter, S. 256-257)

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (1324)

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3485788, 5694173
UTM: 32 U 485720 5692336
WGS84: 51.382085° N, 8.7948° O

Statistik

Ortskennziffer

63500701010

Verfassung

Altkreis

Waldeck

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1323 übertragen die von Horhusen der Propstei Marsberg ein Gut in Mühlhausen bei Padberg, das Gerbodo von Mühlhausen von ihnen zu Lehen hatte. Der Ritter Johannes von Rhena und sein Bruder Hermann überlassen im Jahr darauf gleichfalls ein Gut im Dorf Mühlhausen, mit dem Albert von Mühlhausen belehnt war, Propst und Konvent in Marsberg.
  • 1324 verkauft Knappe Johannes von Adorf dem Kloster Bredelar die Hälfte seines in der Pfarrei Adorf gelegenen Guts (boni) zu Mühlhausen. 1334 erwirbt das Kloster 1/2 Gut in Mühlhausen. 1335 stiftet der Bredelarer Konverse Dietmar dem Kloster 24 Mark für ein Gut (bono) in Mühlhausen. 1366 verzichteten die von dem Scharfenberg gegenüber dem Kloster auf ein Gut in Mühlhausen. 1447 bestätigt Graf Otto von Waldeck dem Kloster, dass der verstorbene Johann von Osterhausen den halben Hof in Mühlhausen zu einer ewigen Memorie gestiftet hat. 1509 tauscht die Propstei Marsberg mit dem Kloster zwei Hufen zu Mühlhausen gegen zwei Anteile an der Asper Mark samt dem Hanloe. 1526 überlässt das Kloster den Waldeckern Land in Mühlhausen.

Zehntverhältnisse

Zwischen 1332 und 1344 war der halbe Zehnte waldeckisches Lehen des Heinrich von Adorf. Die Grafen von Waldeck besitzen hier einen Hof, der aber durch Kauf an die von Osterhausen übergeht, die ihn 1447 zur Hälfte dem Kloster Bredelar schenken.
1417 verkaufen die vom alten Haus Padberg dem Kloster Bredelar ihren Zehnten zu Mühlhausen. 1423 vergleichen sich wiederum die vom neuen Haus Padberg mit dem Kloster wegen des halben Zehnten zu Mühlhausen.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit

1334 wird Mühlhausen als in der Pfarrei Adorf (in parrochia Adorf) gelegen bezeichnet.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Mühlhausen, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1823_muehlhausen> (aufgerufen am 12.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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