Leiborn

Gehöftgruppe · 300 m über NN  
Gemarkung
Mengeringhausen
Gemeinde
Bad Arolsen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Gehöftgruppe

Lagebezug

3,5 km südwestlich von Bad Arolsen

Lage und Verkehrslage

1 km westlich von Mengeringhausen in Tallage

Letzterwähnung

1182

Weitere Namen

Leiborner Hof

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villula (1182)
  • Hospital (1530)

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3498117, 5691978
UTM: 32 U 498044 5690141
WGS84: 51.36253° N, 8.971903° O

Statistik

Ortskennziffer

63500208005

Einwohnerstatistik

  • 1895: 1 Wohnhaus mit 4 Bewohnern

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1537: Grafschaft Waldeck, Amt Mengeringhausen
  • 1712: Fürstentum Waldeck, Amt Arolsen

Altkreis

Waldeck

Herrschaft

  • Um 1240 entsagt Graf Otto von Everstein seinen Vogteirchten an den Gütern in Leiborn zugunsten des Klosters Arolsen. Vgl. Besitz und Zehnt

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1182 bestätigt Papst Lucius III. dem Kloster Arolsen seine Besitzungen u.a. in Leiborn. 1236 überträgt Heinrich v. Wormelo vor dem gräflich-waldeckischem Gericht dem Kloster Arolsen vier Hufen in Leiborn.
  • 1332 und 1344 gehen sieben Hufen in Leiborn von den Grafen von Waldeck an die von der Asseburg und Konrad Shultetus von Helmern zu Lehen aus. 1385 schenkt Graf Heinrich von Waldeck dem neu errichteten Gotteshaus zu Mengeringhausen die Kirche zu Leiborn.
  • 1526 fällt der Besitz des Klosters Arolsen und damit auch Leiborn an die Grafen von Waldeck. 1530 kommt es durch Graf Philipp von Waldeck und seine Gemahlin Anna zur Gründung eines Hospitals für acht Personen. 1704 wird ein Waisenhaus gestiftet.
  • 1812 Aufhebung des Hospitals und als Gut zu Erbpacht ausgegeben.

Zehntverhältnisse

In einem im 13. Jahrhundert in den Liber vitae der Abtei Corvey eingetragenen Verzeichnis wird Leiborn als Zehntbesitz der Abtei aufgeführt.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1385: Kirche
  • 1485: Kapelle
  • 1492: Neubau (Fundamentreste noch vorhanden)

Patrozinien

  • Maria; Katharina [1492]

Pfarrzugehörigkeit

1385 ist die Kirche in Leiborn der Pfarrkirche zu Mengeringhausen inkorporiert.

Kirchliche Mittelbehörden

15. Jahrhundert: Bistum Paderborn, Archidiakonat Horhausen (Niedermarsberg)

Nachweise

Literatur

Siehe auch

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Leiborn, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1630_leiborn> (aufgerufen am 17.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/1630