Audaxen

Die Lage von Audaxen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
11,5 km nordöstlich von Bad Arolsen
Lage und Verkehrslage
1,5 km südlich von Wethen auf einer Kuppe Flurbezeichnung Osterkirche
Ersterwähnung
868
Historische Namensformen
- Osdageshusen, in (868) [Abschrift UB Mainz 1, S. 81-83, Nr. 149]
- Osdageshusen, in (826-876) [Abschrift 15. Jahrhundert Traditiones Corbeienses S. 119, § 213; S. 121, § 225; vgl. Schütte, Mönchslisten, S. 194, 199]
- Osdegeshusun, in (966/967) [Abschrift 15. Jahrhundert Traditiones Corbeienses S. 133, § 303; vgl. Schütte, Mönchslisten, S. 240]
- Astdagasson; Ostdagessen (1036) [12. Jahrhundert; Transsumpt 1416 Urkundenbuch des Stifts Busdorf in Paderborn 1, S. 1-7, Nr. 1 M; A]
- Hodagessen, in (1148-1154) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 41, Nr. 1]
- Hodagessen, in (1155) [Abschrift um 1200 Urkunden Kloster Hardehausen, S. 46-48, Nr. 7]
- Hodagessen, in (1160) [Abschrift um 1200 Urkunden Kloster Hardehausen, S. 50-51, Nr. 10]
- Hodagessen, in; Hosdagessen, de (1184) [Abschrift um 1200 Urkunden Kloster Hardehausen, S. 53-54, Nr. 13]
- Hosdagessen, de (1197) [Abschrift um 1200 Urkunden Kloster Hardehausen, S. 64-65, Nr. 26]
- Osdagesen, in (um 1210) [Anfang 13. Jahrhundert, J. Meier, Einkünfteverzeichnis des Busdorfstiftes, in: Westfälische Zeitschrift 119 (1969), S. 315-352, Nr. [14], hier S. 329]
- Osdagesen (1223) [Urkunden des Stifts Busdorf in Paderborn 1, S. 28-29, Nr. 19]
- Osdagessen, de (1276) [Urkunden Kloster Wormeln, S. 47, Nr. 10]
- Osdagessen, apud (1320) [Urkunden Kloster Wormeln, S. 88, Nr. 71]
- Osdaghessen, de (1331) [HStAM Bestand Urk. 16 Nr. 116]
- Audagessen (1448) [Urkunden Kloster Wormeln, S. 204-206, Nr. 235]
- Audagesschen (1491) [Urkunden Kloster Wormeln, S. 244-245, Nr. 296]
Bezeichnung der Siedlung
- curia (1210)
- villa (1320)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3505513, 5704565
UTM: 32 U 505437 5702723
WGS84: 51.475642° N, 9.078287° O
Statistik
Ortskennziffer
63500808006
Verfassung
Altkreis
Waldeck
Herrschaft
- Anfang des 13. Jarhrhunderts ist der Ort im Besitz des Busdorfstifts. 1338 gehört Audaxen zur Hälfte dem Bischof von Paderborn, die andere Hälfte besitzen die von Pappenheim.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 868 überlässt Erzbischof Liuthard von Mainz dem Kloster Neuenheerse ein Allod in Audaxen. Im 10. Jahrhundert haben das Kloster Corvey und das Bistum Paderborn Besitz in Audaxen. 1036 beurkundet Bischof Meinwerk von Paderborn die Gründung des Stifts Busdorf und bestätigte ihm Besitz in Audaxen.
- Zwischen 1148 und 1154 überlässt Herzog Heinrich von Sachsen den Mönchen von Hardehausen aus seiner Erbschaft ein Gut in Audaxen. 1155 gehören zwei Hufen und ein Gut zu der vom Bischof von Paderborn übertragenen Ausstattung des Klosters Hardehausen. Der Besitz wird noch im 12. Jahrhundert mehrfach bestätigt. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts ist das Busdorfstift im Besitz des Hofes Audaxen. 1320 verkaufen die von Audaxen dem Nonnenkonvent in Wormeln vier auf dem Berg beim Dorf gelegene Hufen sowie eine im Dorf gelegene Kottenstätte.
Zehntverhältnisse
1063 erhält das Busdorfstift den Zehnten. 1448 verkauft Gerd Spiegel, Erbmarschall des Stifts Paderborn, dem Warburger Bürger Manegold Berve und dessen Ehefrau Adelheid seinen halben Zehnten des ganzen Zehnten in Audaxen.
Ortsadel
1184
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1320: plebanus
Nachweise
Literatur
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Audaxen, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/15528_audaxen> (aufgerufen am 20.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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