Hardradessen

Wüstung  
Gemarkung
Landau
Gemeinde
Bad Arolsen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

ca. 7 km südöstlich von Bad Arolsen

Lage und Verkehrslage

Genaue Lage unbekannt, östlich von Landau zwischen Vahlhausen und Bifangen vermutet

Ersterwähnung

1194

Vorbemerkung Historische Namensformen

Bei dem Beleg zu 1242 muss offen bleiben, ob er auf Hardradessen zu beziehen ist, oder ob es sich um eine Wüstung Hartradeshausen unbekannter Lage in der Grafschaft Naumburg handelt.

Historische Namensformen

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3506840, 5690634
UTM: 32 U 506763 5688798
WGS84: 51.350413° N, 9.09712° O

Statistik

Ortskennziffer

63500206020

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1242: Grafschaft Naumburg (falls auf Hardradessen zu beziehen)

Altkreis

Waldeck

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1194 bestätigte der Kölner Erzbischof Adolf von Altena dem Kloster Flechtdorf den Besitz einer Hufe in Hardradessen. 1265 verzichtet das Stift Busdorf auf alle Rechte am Rodeland in Hardradessen, wofür die Vertragspartner, Kloster Arolsen, Graf Adolf I. von Waldeck und die Einwohner von Bifangen, sieben Mark zahlen (Westfälisches Urkundenbuch 4,3: Urkunden des Bisthums Paderborn, 1251-1300, S. 514-515, Nr. 1021).
  • (1208-1234) sollte der Überlieferung des Klosters Hardehausen zufolge ein Gütertausch mit dem Kloster Willebadessen stattfinden, der die Eigentumsrechte des Elger von Helmern berührte. Als dieser das Kloster angriff, zog man das Gut ein fach ein.
  • 1316 übergibt das Kloster Glindfeld u.a. seinen Besitz in Hadradessen an den Grafen von Waldeck und erhält hierfür den Zehnten zu Strombruch.
  • Unklar ist, ob 1242 Widekind, Herr von Naumburg, dem Kloster Merxhausen seine Güter in Hartradeshusen gab.

Zehntverhältnisse

1262 verkauft Arnold von Rodeckessen ans Kloster Arolsen seinen Zehnten in Vahlhausen und Harderadessen. 1276 steht das Eigentum am Zehnten noch der Mainzer Kirche zu.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Hardradessen, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/15483_hardradessen> (aufgerufen am 18.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/15483