Hardradessen

Die Lage von Hardradessen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
ca. 7 km südöstlich von Bad Arolsen
Lage und Verkehrslage
Genaue Lage unbekannt, östlich von Landau zwischen Vahlhausen und Bifangen vermutet
Ersterwähnung
1194
Vorbemerkung Historische Namensformen
Bei dem Beleg zu 1242 muss offen bleiben, ob er auf Hardradessen zu beziehen ist, oder ob es sich um eine Wüstung Hartradeshausen unbekannter Lage in der Grafschaft Naumburg handelt.
Historische Namensformen
- Hardradessen, in (1194) [Kop. 14. Jahrhundert Regesten der Erzbischöfe von Köln 2, S. 299, Nr. 1488]
- Harderadessen, in (1208-1234) [Conrad, Kopiar- und Urbarüberlieferung Kloster Hardehausen, S. 97]
- Hartradeshusen (1242) [HStAM Bestand Urk. 38 Nr. 6]
- Haderadessen, in (1262) [Westfälisches Urkundenbuch 4,3: Urkunden des Bisthums Paderborn, 1251-1300, S. 470-471, Nr. 905]
- Hardradessen, in (1276) [Westfälisches Urkundenbuch 4,3: Urkunden des Bisthums Paderborn, 1251-1300, S. 689-690, Nr. 1438]
- Hartradessen (1316) [Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen, Kloster Glindfeld, Urk. 27]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3506840, 5690634
UTM: 32 U 506763 5688798
WGS84: 51.350413° N, 9.09712° O
Statistik
Ortskennziffer
63500206020
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1242: Grafschaft Naumburg (falls auf Hardradessen zu beziehen)
Altkreis
Waldeck
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1194 bestätigte der Kölner Erzbischof Adolf von Altena dem Kloster Flechtdorf den Besitz einer Hufe in Hardradessen. 1265 verzichtet das Stift Busdorf auf alle Rechte am Rodeland in Hardradessen, wofür die Vertragspartner, Kloster Arolsen, Graf Adolf I. von Waldeck und die Einwohner von Bifangen, sieben Mark zahlen (Westfälisches Urkundenbuch 4,3: Urkunden des Bisthums Paderborn, 1251-1300, S. 514-515, Nr. 1021).
- (1208-1234) sollte der Überlieferung des Klosters Hardehausen zufolge ein Gütertausch mit dem Kloster Willebadessen stattfinden, der die Eigentumsrechte des Elger von Helmern berührte. Als dieser das Kloster angriff, zog man das Gut ein fach ein.
- 1316 übergibt das Kloster Glindfeld u.a. seinen Besitz in Hadradessen an den Grafen von Waldeck und erhält hierfür den Zehnten zu Strombruch.
- Unklar ist, ob 1242 Widekind, Herr von Naumburg, dem Kloster Merxhausen seine Güter in Hartradeshusen gab.
Zehntverhältnisse
1262 verkauft Arnold von Rodeckessen ans Kloster Arolsen seinen Zehnten in Vahlhausen und Harderadessen. 1276 steht das Eigentum am Zehnten noch der Mainzer Kirche zu.
Nachweise
Literatur
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hardradessen, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/15483_hardradessen> (aufgerufen am 18.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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