Eschebruch

Die Lage von Eschebruch im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
13 km nordwestlich von Bad Wildungen
Lage und Verkehrslage
Nordwestlich des Ascherbergs
Ersterwähnung
1260
Letzterwähnung
1359
Siedlungsentwicklung
1332 als Wüstung und ehemaliges Dorf (quondam villa dicta) bezeichnet (Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,1, S. 179, Nr. 462)
Historische Namensformen
- Eschenbroch, in (1260) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 177-178, Nr. 317]
- Eskebrůch (1278) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 330-331, Nr. 673]
- Eskebruch (1280) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 340-341, Nr. 694]
- Eysghebroch (1284) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 357, Nr. 734]
- Eyschebruch (1293) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 390-391, Nr. 816]
- Eskebrug (1309) [Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,1, S. 52-53, Nr. 135]
- Eszhilbrach (1345) [Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,1, S. 208, Nr. 537]
- Eszhinbruch (1346) [Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,1, S. 209, Nr. 540]
- Esschebruche (1358) [Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,1, S. 256-257, Nr. 659]
- Esschebruchirs (1359) [Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,1, S. 258-260, Nr. 661]
- Eschebruch (1359) [Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,1, S. 262, Nr. 665]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1284)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3495672, 5667730
UTM: 32 U 495600 5665903
WGS84: 51.144563° N, 8.937095° O
Statistik
Ortskennziffer
63501002009
Einwohnerstatistik
- 1311 6 Bauern und 1 Haynmeister
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1332: Herrschaft Itter
Altkreis
Frankenberg
Gericht
- Gericht Itter
Herrschaft
- Eschebruch gehört seit dem 13. Jahrhundert zur Herrschaft Itter, deren Herren die Gerichtsbarkeit obliegt. Die Herrschaft gerät im 14. Jahrhundert in den zwischen den Erzbischöfen von Mainz, den Landgrafen von Hessen und den Grafen von Waldeck ausgetragenen Konflikt um die Landeshoheit. 1332 bestätigen der Edle Tilemann von Itter und seine Ehefrau Kunegunde, dass das Kloster Haina für sich und einige Leute, die auf Gütern der Wüstung Eschebruch ein sogen. Waldrecht (meliorationem que vulgariter waltrecht dicitur) haben, den ihnen kraft ihres Gerichts über das ehemalige Dorf zustehenden, seit mehreren Jahren rückständigen sogen. Futterhafer vollständig [nach]gezahlt hat, und verzichten auf jede weitere Forderung wegen dieses Hafers und sonstiger rückständiger Rechte ebd. Sie wollen das Kloster auch gegenüber anderweitigen Forderungen schadlos halten, behalten sich und ihren Erben jedoch das Gerichtsrecht über Eschebruch ausdrücklich vor (Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,1, S. 179, Nr. 462). 1358 bestätigt der Erzbischof von Mainz die Urkunden der Herren von Itter über die Güter des Klosters Haina, u.a. die Waldungen bei Eschebruch.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1293 verkaufen Hedwig, die Witwe des Vogtes Gerlach von Keseberg und ihr Sohn Gerlach dem Kloster Haina ihre sämtlichen Güter zu Schmittlotheim, darunter auch solche im Eschebruch und in Eschelbach. Im 14. Jahrundert werden vor allem die Einnahmen von Kloster Haina aus dem Waldrecht betont.
Zehntverhältnisse
1260, 1278 und 1280 verzichtet Widekind von Keseberg auf seine Zehntansprüche in Eschebruch zugunsten des Klosters Haina. 1288 verzichtet Heinrich von Itter auf seine Ansprüche, 1326 Ritter Volpert von Hohenfels
Nachweise
Literatur
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Eschebruch, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/15462_eschebruch> (aufgerufen am 18.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/15462