Leferinghausen

Die Lage von Leferinghausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
3,5 km südöstlich von Bad Arolsen
Lage und Verkehrslage
Nordöstlich von Braunsen, heute im Twistestausee gelegen; Flurbezeichnung Bei der alten Kirche
Ersterwähnung
1236
Siedlungsentwicklung
Leferinghausen fällt in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre dem Twistestausee zum Opfer.
Historische Namensformen
- Lefferinchusen, in (1236) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 7944]
- Lefrinchusen, in (1236) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 7945]
- Lefryncusen, in (1249) [Spilcker, Geschichte der Grafen von Everstein und ihrer Besitzungen, Urkundenbuch, S. 89-90, Nr. 81]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3503907, 5692008
UTM: 32 U 503832 5690171
WGS84: 51.36279° N, 9.055035° O
Statistik
Ortskennziffer
63500202006
Einwohnerstatistik
- 1895: 1 Wohnhaus mit 12 Bewohnern
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1537: Grafschaft Waldeck, Amt Arolsen
Gericht
- 1537: Freigericht Mengeringhausen
Herrschaft
- 1236 bekennt Graf Adolf von Waldeck, dass er an dem Hof in Leweringhausen, den das Kloster Arolsen erworben hat, kein Vogteirecht habe.
- Mit der Säkularisierung des Klosters Arolsen fällt der Hof Leferinghausen an die Grafschaft Waldeck und wird als Meierei zumeist gegen Pacht ausgetan.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1236 bekunden Bischof Bernhard von Paderborn und das Domkapitel von Paderborn, dass das Kloster Arolsen den Hof in Leveringhausen von Ulrich von Westheim für 70 Mark von Bernhard von Osede für acht Mark und Hermann von Osdagesen für elf Mark erworben habe, nachdem Bernhard von Osede dem Bischof statt dessen einen Hof in Heienhusen zu Lehn aufgetragen hatte.
- 1379 erklärt Graf Adolf III. von Waldeck, dass bei einer Vermeierung des klösterlichen Hofes zu Leiferinghausen ihm die Meier keinen Dienst zu leisten haben. Noch 1500 gehört der Ort dem Kloster.
- 1504 erwirbt Graf Philipp II. vom Kloster tauschweise die Fischereirechte.
Zehntverhältnisse
1249 erwirbt Kloster Arolsen den Zehnten, mit dem Heinrich von Warburg vom Ritter Hermann von Brakel belehnt war
Kirche und Religion
Ortskirchen
- Im 16. Jahrhundert entsteht ein Kapelle (Flurbezeichnung Auf der alten Kirche)
Nachweise
Literatur
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Leferinghausen, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/15007_leferinghausen> (aufgerufen am 13.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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