Burg Schadeck

Burg · 153 m über NN  
Gemarkung
Schadeck
Gemeinde
Runkel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Burg

Lagebezug

Etwa 7 km ostnordöstlich von Limburg am Lahnufer

Lage und Verkehrslage

Laufzeit: 4. Viertel 13. Jahrhundert -
Besitzgeschichte: Besitzstreitigkeiten zwischen den beiden Vettern Heinrich von Runkel und Siegfried von Runkel führten 1276 zur Vertreibung Heinrichs von der Stammburg. Daraufhin liess Heinrich Burg Schadeck als Gegenburg errichten. Erstmals wurde die Burg 1288 urkundlich erwähnt, als es zwischen den beiden Vettern zu einem Vergleich kam, in welchem der Besitz untereinander aufgeteilt wurde. Heinrich erhielt Burg Schadeck sowie die Herrschaft Westerburg, nach welcher er sich benannte und somit eine neue Linie der Herren von Runkel begründete (Herren von Westerburg). Siegfried blieb im Besitz von Burg Runkel. Nach der Eroberung der Burg (1344) durch das Erzstift Trier war zunächst vorgesehen, dass eine Hälfte der Burg im Besitz des Erzstifts verbleibt und die sollten. Als die Kämpfe zwischen Reinhard von Westerburg und dem Erzstift jedoch erneut ausbrachen, kam es schließlich am 1. Mail 1350 zu einem Vergleich. Die Burg sollte bis zum Tod des Trierer Erzbischofs Balduin von Luxemburg in dessen alleinigem Besitz bleiben. Nach seinem Tod sollte die Burg als Lehen des Erzstifts Trier an Reinhard von Westerburg und seine Erben zurückfallen. Nach diesem Vergleich trat Reinhard von Westerburg in die Dienste des Erzstifts und gelangte nach dem Tod Balduins im Jahre 1354 in den Lehensbesitz von Burg Schadeck. Ab Ende des 14. Jahrhunderts war die Burg teilweise verpfändet. Von 1448 bis 1460 war die Hälfte von Schadeck an die Herren von Runkel verpfändet. (Nachdem die Burg 1597 an die Schaumburger Linie gefallen war, ging sie Mitte des 17. Jahrhunderts wieder an die Westerburger Linie.)
Funktion: Im 15. und 16. Jahrhundert zeitweise Witwensitz derer von Leiningen-Westerburg
Burggeschichte: 1344 wurde die Burg von Truppen des Trierer Erzbischofs Balduin von Luxemburg erobert.
Baugeschichte: Von Heinrich von Runkel im Jahr 1280 als Gegenburg errichtet.
Baubeschreibung: Rechteckiges viergeschossiges Gebäude. In der Nordwestecke ein auf Rundbogenfriesen ausgekragter, achteckiger Turm mit hölzernen und beschieferten Obergeschoss und Glockendach. Das Burghaus war von einem Bering umfasst. (Luthmer, Lahngebiet, S. 37)

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3440050, 5586153
UTM: 32 U 439999 5584359
WGS84: 50.408201° N, 8.155608° O

Statistik

Ortskennziffer

53301307005

Siehe auch

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Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schadeck, Burg, Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/14792_burg-schadeck> (aufgerufen am 12.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/14792

Burg Schadeck von SüdenBurg Schadeck von SüdenDie Burg Schadeck vom Turm der Burg Runkel aus gesehenSchloß SchadeckDie Lage von Schadeck, Burg im OrthofotoBurg Runkel (links) mit der Lahnbrücke und darüber Burg SchadeckBurg Schadeck von Westen, Zeichnung von Ferdinand Luthmer, 1907