Wesende
Wüstung · 430 m über NN
Gemarkung
Frankenau Gemeinde
Frankenau Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff. Verortung
Externe Kartenangebote
Die Lage von Wesende im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
12 km südwestlich von Bad Wildungen
Lage und Verkehrslage
Genaue Lage unbekannt; bei der Wesemühle vermutet. Flurname Wesebach, Weseberg
Ersterwähnung
1252
Siedlungsentwicklung
1552 und 1588 noch als besondere Feldmark erwähnt, aber bereits damals wüst.
Historische Namensformen
- Wesende, in (1252) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S.120, Nr. 200]
- Wesinde (1268) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 272-272, Nr. 523]
- Wesende (1299) [Klosterarchive 3: Oberhessische Klöster, Band 1, S. 114, Nr. 346]
- Wesinde (1300) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 427-428, Nr. 904]
- Wisende (1319) [Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,1, S. 123, Nr. 313]
- Wesyn (1426) [Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,1, S. 366, Nr. 926]
- Wesinde (1526) [Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,1, S. 570, Nr. 1526]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3497643, 5661943
UTM: 32 U 497570 5660118
WGS84: 51.092557° N, 8.965299° O
Statistik
Ortskennziffer
63501005011
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- Gericht Geismar
Altkreis
Frankenberg
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1252 bekundet Reinhard von Itter, dass Heinrich Kůlo Güter in Wesende, die er von ihm zu Lehen trug, für 8 Mark schwerer Pfennige an das Kloster Haina verkauft hat. In der Folge kommen weitere Güter an das Kloster hinzu.
- 1311 beurkunden die Richter des Mainzer Stuhles, dass Magister Gerlach, Sohn des Frankenberger Bürgers Heinrich, Propst des Klosters Georgenberg, seine Güter in Wesende in der Gemarkung von Frankenau dem auf seine Kosten in der Klosterkirche erbauten Barbaraltar übergeben und in ihre Hände resigniert hat.
- 1426 belehnt Widekind von Hohenfels den Kurt Kreling zu rechtem Mannlehen mit dem Gut zu Wesende vor Frankenau.
- 1526 bekundet Hen Musser, Schultheiß zu Frankenau, dass ihm Abt Diemar und der Konvent von Haina das Gütchen Wesende, das seine Eltern zu Lebzeiten innehatten, ebenfalls zu lebenslänglicher Nutzung nach Leibzuchtrecht verschrieben haben.
- 1545-1689 kommt es zu Streitigkeiten der Ganerben zu Frankenberg mit benachbarten waldeckischen Orten wegen des Wesengutes (HStAM Bestand 17 e Nr. Frankenau 29)
Nachweise
Literatur
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 509,
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wesende, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1455_wesende> (aufgerufen am 05.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/1455