Hof Treisbach

Hof · 293 m über NN  
Gemarkung
Oberorke
Gemeinde
Vöhl
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Hof

Lagebezug

7,5 km nordöstlich von Frankenberg (Eder)

Ersterwähnung

1016

Siedlungsentwicklung

Im 14./15. Jahrhundert vorübergehend wüst, Mitte des 16. Jahrhunderts wieder bebaut. 1732 erbaut der Junker August Gottlieb von Drach den neuen Hof Treisbach auf Hessensteiner Gebiet.
1928 erfolgt die Auflösung des Gutsbezirks Treisbach und Eingemeindung der Grundstücke nach Ederbringhausen, Oberorke und Viermünden.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • predium (1016)
  • Hof (1577)

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3489283, 5665192
UTM: 32 U 489213 5663366
WGS84: 51.121665° N, 8.845872° O

Statistik

Ortskennziffer

63501912001

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 242, davon 120 Ackerland (= 49.59 %), 21 Wiesen (= 8.68 %), 88 Holz (= 36.36 %)

Einwohnerstatistik

  • 1577: 1 Haushaltung
  • 1747: 1 Haushaltung
  • 1885: 1 Wohnhaus mit 11 Bewohnern
  • 1895: 9 Einwohner

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1016: Hessengau (in pago Hassia situm)
  • 1393: Landgrafschaft Hessen, Amt Frankenberg, Gericht Viermünden
  • 1577: Landgrafschaft Hessen-Marburg, Amt Frankenberg-Wolkersdorf, Gericht Viermünden
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Oberhessen, Amt Hessenstein
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Oberhessen, Amt Hessenstein
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Werradépartement, Distrikt Marburg, Kanton Frankenau
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Oberhessen, Amt Hessenstein
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Frankenberg (zur Gemarkung Ederbringhausen gehörig)

Altkreis

Frankenberg

Gericht

  • 1016, 1393 und 1577: Gericht Viermünden
  • 1810: Friedensgericht Frankenau

Herrschaft

  • Bischof Burchard von Worms schenkte 1016 dem Kloster Nonnenmünster bei Worms seine Güter in Treisbach. Anfang des 14. Jahrhunderts besaßen die Nymmes den Hof, 1333-1452 die von Schlierbach und dann bis 1570 die Huhn von Ellershausen. 1570 erhielten ihn die von Dersch, 1718 die von Drach und zuletzt die Landgrafen von Hessen-Rumpenheim (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 470). 1732 untersteht der Junker August Gottlieb quodad personam der landgräflichen Regierung, für die Diener und Güter aber ist der örtliche Beamte zuständig.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • vgl. Herrschaft

Zehntverhältnisse

In einem im 13. Jahrhundert in den Liber vitae der Abtei Corvey eingetragenen Verzeichnis wird Treisbach als Zehntbesitz der Abtei aufgeführt.

Kirche und Religion

Kirchliche Mittelbehörden

15. Jahrhundert: Dekanat Geismar

Siehe auch

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Treisbach, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1429_hof-treisbach> (aufgerufen am 19.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/1429