Hof Treisbach

Die Lage von Treisbach im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Hof
Lagebezug
7,5 km nordöstlich von Frankenberg (Eder)
Ersterwähnung
1016
Siedlungsentwicklung
Im 14./15. Jahrhundert vorübergehend wüst, Mitte des 16. Jahrhunderts wieder bebaut. 1732 erbaut der Junker August Gottlieb von Drach den neuen Hof Treisbach auf Hessensteiner Gebiet.
1928 erfolgt die Auflösung des Gutsbezirks Treisbach und Eingemeindung der Grundstücke nach Ederbringhausen, Oberorke und Viermünden.
Historische Namensformen
- Dreisbahe, in (1016) [Urkundenbuch Stadt Worms Band 1, S. 35-37, Nr. 45 = Baur, Hessische Urkunden 1, S. 855-857, Nr. 1275]
- Treisbach, de (1252) [Güterverzeichnis des Klosters Haina Mitte 13. Jahrhundert, Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S.117-118, Nr. 195, Text S. 462 in Anhang VII]
- Treyspach (13. Jahrhundert) [Verzeichnis von Zehnt-Einkünften der Abtei Corvey, in: Liber vitae der Abtei Corvey, Bd. 1, S. 113, i.5]
- Treyspach (1393) [Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1, Urkundenbuch, S. 464, Nr. 429]
- Treispach (1577) [HStAM Bestand S Nr. 40, fol. 187]
- Dreisbach (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 17]
- Dreisbach (1733) [HStAD Bestand P 23 Nr. 56]
Bezeichnung der Siedlung
- predium (1016)
- Hof (1577)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3489283, 5665192
UTM: 32 U 489213 5663366
WGS84: 51.121665° N, 8.845872° O
Statistik
Ortskennziffer
63501912001
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 242, davon 120 Ackerland (= 49.59 %), 21 Wiesen (= 8.68 %), 88 Holz (= 36.36 %)
Einwohnerstatistik
- 1577: 1 Haushaltung
- 1747: 1 Haushaltung
- 1885: 1 Wohnhaus mit 11 Bewohnern
- 1895: 9 Einwohner
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1016: Hessengau (in pago Hassia situm)
- 1393: Landgrafschaft Hessen, Amt Frankenberg, Gericht Viermünden
- 1577: Landgrafschaft Hessen-Marburg, Amt Frankenberg-Wolkersdorf, Gericht Viermünden
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Oberhessen, Amt Hessenstein
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Oberhessen, Amt Hessenstein
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Werradépartement, Distrikt Marburg, Kanton Frankenau
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Oberhessen, Amt Hessenstein
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Frankenberg (zur Gemarkung Ederbringhausen gehörig)
Altkreis
Frankenberg
Gericht
- 1016, 1393 und 1577: Gericht Viermünden
- 1810: Friedensgericht Frankenau
Herrschaft
- Bischof Burchard von Worms schenkte 1016 dem Kloster Nonnenmünster bei Worms seine Güter in Treisbach. Anfang des 14. Jahrhunderts besaßen die Nymmes den Hof, 1333-1452 die von Schlierbach und dann bis 1570 die Huhn von Ellershausen. 1570 erhielten ihn die von Dersch, 1718 die von Drach und zuletzt die Landgrafen von Hessen-Rumpenheim (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 470). 1732 untersteht der Junker August Gottlieb quodad personam der landgräflichen Regierung, für die Diener und Güter aber ist der örtliche Beamte zuständig.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- vgl. Herrschaft
Zehntverhältnisse
In einem im 13. Jahrhundert in den Liber vitae der Abtei Corvey eingetragenen Verzeichnis wird Treisbach als Zehntbesitz der Abtei aufgeführt.
Kirche und Religion
Kirchliche Mittelbehörden
15. Jahrhundert: Dekanat Geismar
Nachweise
Literatur
- 1000 Jahre Orke, S. 27-28
- Denkmaltopographie Landkreis Waldeck-Frankenberg, Bd. II, S. 773-774
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 470
- Weiss, Gerichtsverfassung in Oberhessen, S. 178
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Treisbach, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1429_hof-treisbach> (aufgerufen am 19.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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