Etzean

Die Lage von Etzean im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
8 km südwestlich von Erbach
Lage und Verkehrslage
Zerstreut liegende Häuser im Buntsandsteingebiet des Odenwaldes bei einseitiger Gehängelage.
Ersterwähnung
1366
Historische Namensformen
- Etzelshan (1366)
- Etzelshan (1398)
- Etzelßhan (1426)
- Etzelßhan
- Echtelßheyn (1487)
- Etzhan (16. Jahrhundert)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3497658, 5494678
UTM: 32 U 497584 5492920
WGS84: 49.588853° N, 8.966569° O
Statistik
Ortskennziffer
437016030
Frühere Ortskennziffer
437002030
Flächennutzungsstatistik
- 1854 (Morgen): 1881, davon 423 Acker, 137 Wiesen, 1295 Wald
- 1961 (Hektar): 470, davon 320 Wald (= 68.09 %)
Einwohnerstatistik
- 1545: 11 wehrfähige Männer
- 1829: 116 Einwohner
- 1961: 108, davon 92 evangelisch (= 85.19 %), 12 katholisch (= 11.11 %)
- 1970: 103 Einwohner
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Grafschaft Erbach-Fürstenau, Amt Freienstein
- 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Freienstein (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
- 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Freienstein (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
- 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Erbach
- 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
- 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
- 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis
Altkreis
Erbach
Gemeindeentwicklung
Am 1.7.1971 zur Gemeinde Beerfelden, seit dem 1.1.2018 Stadtteil der Stadt Oberzent.
Gericht
- Zentgericht Beerfelden
- 1820: standesherrliches Amt Freienstein
- Mai 1822: Landgericht Beerfelden
- September 1822 bis 1853: Landgericht Freienstein in Beerfelden
- 1879: Amtsgericht Beerfelden
- 1968: Amtsgericht Michelstadt
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1366 erlaubt Pfalzgraf Ruprecht Schenk Konrad von erbach, seine Ehefrau Grete, geborene von Erbach, auf seinen halben Teil zu Etzean zu bewittumen. 1398 belehnt Pfalzgraf Ruprecht Schenk Eberhard von Erbach mit Etzean. Desgl. 1443, 1532 und 1722. 1806 gelangt Etzean mit dem Amt Freienstein an das Großherzogtum Hessen.
Zehntverhältnisse
1426 bekennt Bechtold Echter, von Schenk Konrad von Erbach zu Lehen zu haben seinen und seines Vetters Hanemann Echter Teil am großen und kleinen Zehnten im Dorf und Felde zu Etzean.
Kirche und Religion
Bekenntniswechsel
Da Filial von Beerfelden, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Beerfeldener Pfarrer Michael Balneator ab 1526.
Kultur
Schulen
1910 einklassige Volksschule
Nachweise
Literatur
- Müller, Starkenburg, S. 186
- Demandt, Kirchenorganisation, S. 94
- Historisches Ortsverzeichnis Großherzogtum und Volksstaat Hessen, S. 85
- Denkmaltopographie Odenwaldkreis, S. 119-122
- Diehl, Pfarrer- und Schulmeisterbuch für die hessen-darmstädtischen Souveränitätslande, S. 103
- Krapp, Hessische Schulstatistik, S. 56
Weblinks
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Etzean, Odenwaldkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/13961_etzean> (aufgerufen am 06.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/13961