Wiebelsbach

Dorf · 213 m über NN  
Gemeinde
Groß-Umstadt
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

11 km südöstlich vo Dieburg

Lage und Verkehrslage

Geschlossenes Dorf im Sandsteingebiet des nordöstlichen Odenwaldes mit doppelseitiger Tallage

Ersterwähnung

1303

Historische Namensformen

  • Wubelspach (1303)
  • Wibelsbach (1317)
  • Webelspach (1356)
  • Nieder-Wibbersbach (1391)
  • Niederwiebelsbach (1391)
  • Oberwibelspach (1398-1400)
  • Nidernwybelspach (1398-1400)
  • Wybelspach (1439)
  • Wobelspach (1454)
  • Wibelspach (1455)
  • Niddern Wibelspach (1485)
  • Wobelßbach
  • Ober Wobelßbach (1495)
  • Wibelspach (1520)
  • Wybelspach
  • Niederwybelspach (um 1580)
  • Wiepelspach (1589)
  • Niederwiebelspach (1787)

Bezeichnung der Siedlung

  • Dorf (1317)

Ortsteile

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3495940, 5520645
UTM: 32 U 495867 5518876
WGS84: 49.822311° N, 8.942536° O

Statistik

Ortskennziffer

432010100

Flächennutzungsstatistik

  • 1961 (Hektar): 614, davon 204 Wald (= 33.22 %)

Einwohnerstatistik

  • 1633: 83 Einwohner
  • 1784: 144 Einwohner
  • 1961: 975, davon 685 evangelisch (= 70.26 %), 287 katholisch (= 29.44 %)
  • 1970: 958 Einwohner

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • undatiert: Klinger Mark
  • 1787: Kurfürstentum Pfalz, Oberamt Otzberg
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amt Otzberg
  • 1805: Herren von Löwenstein-Wertheim (durch Tausch), Amt Habitzheim
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Fürstentum Starkenburg, Amt Habitzheim
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Habitzheim (zur Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Breuberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Neustadt
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Dieburg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Dieburg
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg

Altkreis

Dieburg

Gemeindeentwicklung

Am 1.1.1961 Zusammenschluss mit der Gemeinde Frau-Nauses zur Gemeinde Wiebelsbach Am 31.12.1971 zur Gemeinde Gross-Umstadt

Gericht

  • 1455: Centgericht Umstadt
  • 1806: Niedere Gerichtsbarkeit weiter bei Löwenstein-Wertheim
  • 1820: Standesherrliches Amt Habitzheim
  • 1822: Landgericht Höchst
  • 1879: Amtsgericht Gross-Umstadt
  • 1968: Amtsgericht Dieburg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1317 verkauft Friedrich Clebiz von Nalspach ein Viertel des Dorfes und der Vogtei Wiebelsbach, das ihm bei der Teilung mit seinen Brüdern zugefallen ist, an Kloster Höchst. 1323 belehnt der Abt von Fulda Ulrich von Bickenbach mit dem Dorf Obern Wiebelsbach. 1391 bewilligt Pfalzgraf Ruprecht Dieter Gans von Otzberg ein Wittum für seine Ehefrau auf Nieder-Wiebelsbach. 1520 verkauft Wilhelm von Habern den Ort mit allen seinen Rechten an seinen Lehnherrn, den Pfalzgrafen. Das Dorf bleibt kurpfälzisch bis 1803, als es an Hessen gelangt.
  • Begüteter waren hier die Bickenbach, Die Gans von Otzberg, die Stumpf von Schweinberg, die Clebis, die Walbrunn und die Wambold.

Zehntverhältnisse

1520 verkauft Wilhelm von Habern den großen und kleinen Zehnten seinem Lehnsherrn, dem Pfalzgrafen.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1829: Evangelische Pfarrkirche erbaut

Pfarrzugehörigkeit

Usprünglich Filiale von Lengfeld, 1829 von Oberklingen

Bekenntniswechsel

Da Filial von Lengfeld, Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts. Reformierter Bekenntniswechsel

Kultur

Schulen

1910 Volksschule mit zwei Klassen, Schulhausumbau 1905

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Wiebelsbach, Darmstadt-Dieburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/13462_wiebelsbach> (aufgerufen am 05.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/13462