Wiebelsbach

Die Lage von Wiebelsbach im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
11 km südöstlich vo Dieburg
Lage und Verkehrslage
Geschlossenes Dorf im Sandsteingebiet des nordöstlichen Odenwaldes mit doppelseitiger Tallage
Ersterwähnung
1303
Historische Namensformen
- Wubelspach (1303)
- Wibelsbach (1317)
- Webelspach (1356)
- Nieder-Wibbersbach (1391)
- Niederwiebelsbach (1391)
- Oberwibelspach (1398-1400)
- Nidernwybelspach (1398-1400)
- Wybelspach (1439)
- Wobelspach (1454)
- Wibelspach (1455)
- Niddern Wibelspach (1485)
- Wobelßbach
- Ober Wobelßbach (1495)
- Wibelspach (1520)
- Wybelspach
- Niederwybelspach (um 1580)
- Wiepelspach (1589)
- Niederwiebelspach (1787)
Bezeichnung der Siedlung
- Dorf (1317)
Ortsteile
- Frau-Nauses, Wiebelsbach (ab 1.1.1961)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3495940, 5520645
UTM: 32 U 495867 5518876
WGS84: 49.822311° N, 8.942536° O
Statistik
Ortskennziffer
432010100
Flächennutzungsstatistik
- 1961 (Hektar): 614, davon 204 Wald (= 33.22 %)
Einwohnerstatistik
- 1633: 83 Einwohner
- 1784: 144 Einwohner
- 1961: 975, davon 685 evangelisch (= 70.26 %), 287 katholisch (= 29.44 %)
- 1970: 958 Einwohner
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- undatiert: Klinger Mark
- 1787: Kurfürstentum Pfalz, Oberamt Otzberg
- 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amt Otzberg
- 1805: Herren von Löwenstein-Wertheim (durch Tausch), Amt Habitzheim
- 1806: Großherzogtum Hessen, Fürstentum Starkenburg, Amt Habitzheim
- 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Habitzheim (zur Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim gehörig)
- 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Breuberg
- 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
- 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Neustadt
- 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
- 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Dieburg
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Dieburg
- 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg
Altkreis
Dieburg
Gemeindeentwicklung
Am 1.1.1961 Zusammenschluss mit der Gemeinde Frau-Nauses zur Gemeinde Wiebelsbach Am 31.12.1971 zur Gemeinde Gross-Umstadt
Gericht
- 1455: Centgericht Umstadt
- 1806: Niedere Gerichtsbarkeit weiter bei Löwenstein-Wertheim
- 1820: Standesherrliches Amt Habitzheim
- 1822: Landgericht Höchst
- 1879: Amtsgericht Gross-Umstadt
- 1968: Amtsgericht Dieburg
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1317 verkauft Friedrich Clebiz von Nalspach ein Viertel des Dorfes und der Vogtei Wiebelsbach, das ihm bei der Teilung mit seinen Brüdern zugefallen ist, an Kloster Höchst. 1323 belehnt der Abt von Fulda Ulrich von Bickenbach mit dem Dorf Obern Wiebelsbach. 1391 bewilligt Pfalzgraf Ruprecht Dieter Gans von Otzberg ein Wittum für seine Ehefrau auf Nieder-Wiebelsbach. 1520 verkauft Wilhelm von Habern den Ort mit allen seinen Rechten an seinen Lehnherrn, den Pfalzgrafen. Das Dorf bleibt kurpfälzisch bis 1803, als es an Hessen gelangt.
- Begüteter waren hier die Bickenbach, Die Gans von Otzberg, die Stumpf von Schweinberg, die Clebis, die Walbrunn und die Wambold.
Zehntverhältnisse
1520 verkauft Wilhelm von Habern den großen und kleinen Zehnten seinem Lehnsherrn, dem Pfalzgrafen.
Kultur
Schulen
1910 Volksschule mit zwei Klassen, Schulhausumbau 1905
Nachweise
Literatur
- Müller, Starkenburg, S. 748-749
- Herchenröder, Kunstdenkmäler Dieburg, S. 298
- Demandt, Kirchenorganisation, S. 114, 128-129, 148
- Historisches Ortsverzeichnis Großherzogtum und Volksstaat Hessen, S. 214
- Denkmaltopographie Landkreis Darmstadt-Dieburg, S. 282-284
- Diehl, Pfarrer- und Schulmeisterbuch für die Provinz Rheinhessen, S. 352
- Krapp, Hessische Schulstatistik, S. 50
Weblinks
Siehe auch
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Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wiebelsbach, Darmstadt-Dieburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/13462_wiebelsbach> (aufgerufen am 05.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/13462