Burg Zullenstein

Siedlung
Ortstyp
Burg
Lagebezug
4,5 km nordwestlich von Biblis
Lage und Verkehrslage
Burgtyp: Wasserburg
Besitzgeschichte: Nach dem Niedergang der Reichsabtei Lorsch im Jahre 1232 an das Hochstift Worms.
1380 an die Kurpfalz verpfändet. In der Folgezeit erwarb die Kurpfalz die Hälfte der Besitzrechte.
Baugeschichte: Der karoliningische Königshof Zullenstein wurde auf einem römischen Burgus errichtet.
Im frühen 13. Jahrhundert erfolgte der Bau des Bergfrieds.
Baubeschreibung: Der karolingische Königshof "Zullenstein" wurde auf einem spätrömischen Burgus errichtet.
"Die Wiedergabe Merians als kreisrund ummauerter Platz mit mittlerem Rundturm und äußerem rundum geführtem Wassergraben wird stark bezweifelt und kann daher kaum als Anhaltspunkt für eine Datierung der Burg angesehen werden. (...) Nur die Bezeichnung als Turmhügelburg kann gewagt werden." (Einsingbach,
Kunstdenkmäler Bergstraße, S. 432) Im nördlichen Teil der Burg stand der nahezu quadratische Bergfried auf einer Fläche von 9,8 x 9,0 m bei einer Mauerstärke von 1,8 m aus roten Sandsteinquadern. Die Außenmauern des einstigen Burgus wurden wohl erniedrigt. Zwei quadratische Treppentürme im Südwesten und der Nordostecke außerhalb des Berings. "Die beiden ringförmig die gesamte Burganlage schützenden Wassergräben sind noch heute als geringe Geländeschwellen zu erkennen. Mit durchschnittlich 16 m Kronenbreite und 4-5 m Tiefe haben sie alle älteren Spuren in der Nachbarschaft der römischen Schiffslände und des karolingischen Königshofes ausgeräumt." Die Wassergräben sind "erst im Hochmittelalter oder wahrscheinlicher noch kurz vor 1621 angelegt worden" (S. 52).
Bautyp: Turmburg
Abgang: Der Abbruch erfolgte im Jahre 1657.
Ersterwähnung
1232
Weitere Namen
Burg Stein
Historische Namensformen
- castro Lapide, in (1232)
- Lapidem, apud (1284)
- Steine, zu dem (1326)
- Sloß zum Steyne, das (1363)
- Hus zum Steyn, das (1380)
- Veste der Stein, die (1387)
Bezeichnung der Siedlung
- castro (1232).
Burgen und Befestigungen
- Wüst gefallene Wasserburg an der Mündung der Weschnitz in den Rhein.
- Der karoliningische Königshof Zullenstein wurde auf einem römischen Burgus errichtet.
- Im frühen 13. Jahrhundert erfolgte der Bau des Bergfrieds.
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3456230, 5507621
UTM: 32 U 456172 5505858
WGS84: 49.703636° N, 8.392181° O
Statistik
Ortskennziffer
43100301006
Verfassung
Altkreis
Bergstraße
Besitz
Ortsadel
Jude vom Stein
Kirche und Religion
Pfarrzugehörigkeit
1780 gehörte Stein zum Landkapitel Weinheim.
Wirtschaft
1534 Anlage eines neuen Fischwassers bei der Burg zum Stain
Nachweise
Literatur
- Wagner, Wüstungen Hessen, Provinz Starkenburg, S. 38-41
- Müller, Starkenburg, S. 685-688
- Einsingbach, Kreis Bergstraße , S. 431-432
- Jorns, Burg Stein
- Cremer, Regierungsbezirk Darmstadt S. 627.
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Zullenstein, Burg, Bergstraße“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/13205_burg-zullenstein> (aufgerufen am 02.06.2026)
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