Lengelenhain

Die Lage von Lengelenhain im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
8 km nordöstlich von Frankenberg (Eder)
Lage und Verkehrslage
Genaue Lage unbekannt. Im Bereich des unteren Lengelbaches kurz vor der Mündung in die Eder Flurbezeichnungen Lengel, Lengelgrund, Kirchgrund.
Ersterwähnung
1255
Siedlungsentwicklung
1315 und 1330 als Wüstung bezeichnet (Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,1, S.97-98, Nr. 245 und S. 169, Nr. 435).
Historische Namensformen
- Len[gelnhain] (1255) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 148, Nr. 254]
- Lengelenhan (1265) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 234, Nr. 442]
- Leghelenhagen, in (1268) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 273, Nr. 524]
- Lengelnhain (1294) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 397, Nr. 834]
- Lengellenhayn (1298) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 415-416, Nr. 875]
- Lengelenhayn (1315) [Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,1, S. 97-98, Nr. 245]
- Lengelnheyn (1321) [Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,1, S. 135, Nr. 343]
- Lengilnhain, di (1359) [Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,1, S. 258-260, Nr. 661]
- Lengilnhein (1359) [Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,1, S. 262, Nr. 665]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1255)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3491821, 5664442
UTM: 32 U 491750 5662616
WGS84: 51.114966° N, 8.882139° O
Statistik
Ortskennziffer
63501905017
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1330: Gericht Geismar
Altkreis
Frankenberg
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1255 verkaufen die Edlen Gerlach, Arnold und Adelung von Breidenbach bestimmte ihnen erblich überkommene Güter - den Hof Silbach bei Ronighausen (Ronighusen) und das halbe Dorf Lengelnhain nebst Zubehör - für 32 Mark an das Kloster Haina. Jutta von Ronighausen (Runnekhusen), Witwe, und ihre Kinder Gerlach, Bertold, Konrad, Cisa und Hedwig vertauschen 1265 demselben Kloster ihre gesamten Güter zu Ronighausen und Lengelnhain mit allem Zubehör gegen Güter in Altenlotheim. 1359 ist die Wüstung Lengelnhain vollständig im Besitz des Klosters.
Zehntverhältnisse
Der Edle Heinrich von Itter bekundet 1294, dass er Graf Heinrich von Nassau die Hälfte der Zehnten zu Elgershausen, Ronighausen und Lengelhain als Lehen aufgelassen hat und bittet um Übereignung an das Kloster Haina. 1298 und 1301 verzichtet Johann, Stiefsohn des Ritters Johanns von Rhena, zugunsten des Klosters auf Ansprüche und Rechte an diesen Zehnten.
Nachweise
Literatur
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 299,
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Lengelenhain, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1298_lengelenhain> (aufgerufen am 25.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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