Ober-Lais

Die Lage von Ober-Lais im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
14,5 km nördlich von Büdingen
Ersterwähnung
(750-802)
Historische Namensformen
- Leinzaha, in (750-802) [2. Hälfte XII Jh., Codex Eberhardi 2, 110va, S. 206 = Urkundenbuch des Klosters Fulda 1, S. 452, Nr. 384, Dronke, Traditiones Capitulum 42 Nr. 98 mit Lesart Zeinzaha, in. Die beiden frühe Belege kennen noch keine Teilung in Ober- und Unter-Lais]
- Leizaha, in (1187) [HStAD Best. A 3 Nr. 249/1 = Wilhelm Wagner, 1025 Jahre Nidda, S. 44-46 (Text, Übersetzung, Faksimile) = Eigenbrodt, Urkunden, S. 117-122 Nr. 32 ]
- superiori Leyzsa, in (1279) [HStAD, A 3 Nr. 268/1 = Baur, Hessische Urkunden 1 (Starkenburg und Oberhessen), S. 169, Nr. 229]
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3507137, 5586862
UTM: 32 U 507060 5585067
WGS84: 50.417593° N, 9.099368° O
Statistik
Ortskennziffer
440016100
Flächennutzungsstatistik
- 1854 (Morgen): 2312, davon 1273 Acker, 603 Wiesen, 344 Wald
- 1961 (Hektar): 583, davon 86 Wald (= 14.75 %)
Einwohnerstatistik
- 1961: 658, davon 628 evangelisch (= 95.44 %), 30 katholisch (= 4.56 %)
- 1970: 706 Einwohner
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 705-802: Wettereiba
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (Anteil am Fürstentum Oberhessen), Amt Nidda, Gericht Fauerbach
- 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Nidda
- 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Nidda
- 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Nidda
- 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
- 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
- 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
- 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Schotten
- 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Schotten
- 1938: Deutsches Reich, Land Hessen, Landkreis Büdingen
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis
Altkreis
Büdingen
Gemeindeentwicklung
Am 1.12.1970 zur Stadt Nidda.
Gericht
- 1787: Gericht Fauerbach
- 1821: Landgericht Nidda
- 1879: Amtsgericht Nidda
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- (750-802) übträgt Gervint dem Kloster Fulda Besitz in Lais.
- 1187 überträgt Graf Berthold II. von Nidda den Johannitern in Nidda Güter und den kleinen Zehnten in Lais.
Zehntverhältnisse
Die Formulierung in der Urkunde von 1187 Leizhaha minor bezieht sich auf den kleinen Zehnten. 1279 befreit Wigand, Ritter zu Nidda, die Johanniter zu Nidda für ihren in Ober-Lais liegenden Hof (curia) vom Zehnten.
Kirche und Religion
Pfarrzugehörigkeit
Bis 1851 Filial von Wallernhausen.
Bekenntniswechsel
Da bis 1851 Filial von Wallernhausen, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Wallernhäuser Pfarrer Bechtold Ringshausen ab 1527.
Kultur
Schulen
1910 Volksschule mit zwei Klassen, Schulhaus von 1898
Nachweise
Literatur
- Werner Wagner, Dörfer und Städte des 1972 aufgelösten Landkreises Büdingen und die Ersterwähnung jedes einzelnen Ortes, S. 236
- Historisches Ortsverzeichnis Großherzogtum und Volksstaat Hessen, S. 162
- Denkmaltopographie Wetteraukreis 1, S. 314-317
- Diehl, Pfarrer- und Schulmeisterbuch für die acquirierten Lande und die verlorenen Gebiete, S. 255
Weblinks
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ober-Lais, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/12147_ober-lais> (aufgerufen am 31.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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