Dorheim

Die Lage von Dorheim im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
2 km nordöstlich von Friedberg
Lage und Verkehrslage
Bahnhof der Eisenbahnlinie Friedberg – Hungen – Nidda ("Horlofftalbahn") (Inbetriebnahme der Strecke 1.10.1897).
Ersterwähnung
775
Historische Namensformen
- Doricheim, in; Doricheimer marca, in (775) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 2918 = 3747a]
- Doraheim, in (775) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 2919 = 3747b]
- Doreheim (1139) [Ludwig Clemm, Die Urkunden der Prämonstratenserstifter Ober- u. Nieder-Ilbenstadt, in: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde NF 14, 1925, S. 129-223, 15, 1928, S. 147-224, hier S. 139-140 Nr. 14]
- Doreheim (1147) [Ludwig Clemm, Die Urkunden der Prämonstratenserstifter Ober- u. Nieder-Ilbenstadt, in: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde NF 14, 1925, S. 129-223, 15, 1928, S. 147-224, hier S. 141-142 Nr. 21]
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
- Dorheimer Bergwerk
- Germania-Brunnen
- Dorheim, Schloss (→ Burgen, Schlösser, Herrenhäuser)
Burgen und Befestigungen
- Am Nordrand des Ortes Schloßanlage an der Stelle einer früheren Wasserburg
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3485170, 5579442
UTM: 32 U 485101 5577650
WGS84: 50.350743° N, 8.790584° O
Statistik
Ortskennziffer
440008030
Flächennutzungsstatistik
- 1961 (Hektar): 552, davon 0 Wald
Einwohnerstatistik
- 1961: 2083, davon 1608 evangelisch (= 77.20 %), 449 katholisch (= 21.56 %)
- 1970: 2164 Einwohner
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 775: Wettereiba (in pago Wetdereiba in Doricheimer marca)
- 1787: Landgrafschaft Hessen, Grafschaft Hanau-Münzenberg, Amt Dorheim
- 1803: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Dorheim
- 1806/7-10: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Hanau, Amt Dorheim (Militärverwaltung)
- 1810: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Dorheim
- 1816: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Dorheim
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Hanau
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Hanau
- 1866: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis
Altkreis
Friedberg
Gemeindeentwicklung
Am 1.8.1972 zur Stadt Friedberg.
Gericht
- 1821: Justizamt Dorheim
- 1845: Justizamt Nauheim
- 1867: Landgericht Nauheim
- 1879: Amtsgericht Bad Nauheim
- 1911: Amtsgericht Friedberg
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 775 übertrugen die Cancors Töchter Rachilt und Eufemia dem Kloster Lorsch Güter in Dorheim.
- 1147 bestätigte Papst Eugen dem Kloster Ilbenstadt den Besitz des Allods in Dorheim.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1338: Stiftung einer Kapelle
- 1360: Pfarrer
Pfarrzugehörigkeit
1338: Trennung von der Mutterkirche auf dem Johannisberg bei Nauheim
Patronat
1396: als Lehen des Klosters Fulda im Besitz der Waise von Fauerbach
1558: als Lehen des Klosters Fulda im besitz der Rau von Holzhausen
Diakonische Einrichtungen
1911 - 1917 Diakonissen des Elisabethenstift Darmstadt leiten Kindergarten (Angaben basieren auf Mitteilungen des Zentralarchivs der EKHNZA in Darmstadt vom 01.07.2021); Röschen, Beschreibung der evangelischen Pfarreien des Großherzogtum Hessen nennt für 1928 eine Krankenschwesternstation mit einer Schwester, eine „Kirchliche Kleinkinderschule Zuschuß der politischen Gemeinde (1 Schwester)“. Nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 Schwesternstation mit 1, ein Kindergarten mit 2 Arbeitskräften
Bekenntniswechsel
Erster evangelischer Pfarrer: Heinrich Maul 1550 bis nach 1570
Reformierter Bekenntniswechsel: 1596
Seit 1818 unierte Pfarrei.
Kirchliche Mittelbehörden
Erzbistum Mainz, Archidiakonat Mariengreden, Dekanat Friedberg, Sendbezirk Johannisberg bei Nauheim
Kultur
Schulen
Schulmeister: Johannes [Nachname unbekannt] um 1587; 1910 Volksschule mit drei Klassen
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Nachweise
Literatur
- Historisches Ortsverzeichnis Großherzogtum und Volksstaat Hessen, S. 74
- Denkmaltopographie Wetteraukreis 2, S. 674-680
- Knappe, Burgen in Hessen, S. 323
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 28
- Diehl, Pfarrer- und Schulmeisterbuch für die acquirierten Lande und die verlorenen Gebiete, S. 57f.
- Krapp, Hessische Schulstatistik, S. 198
Weblinks
Siehe auch
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Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Dorheim, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/12068_dorheim> (aufgerufen am 29.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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