Dorheim

Dorf · 130 m über NN  
Landkreis
Wetteraukreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

2 km nordöstlich von Friedberg

Lage und Verkehrslage

Bahnhof der Eisenbahnlinie Friedberg – Hungen – Nidda ("Horlofftalbahn") (Inbetriebnahme der Strecke 1.10.1897).

Ersterwähnung

775

Historische Namensformen

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Burgen und Befestigungen

  • Am Nordrand des Ortes Schloßanlage an der Stelle einer früheren Wasserburg

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3485170, 5579442
UTM: 32 U 485101 5577650
WGS84: 50.350743° N, 8.790584° O

Statistik

Ortskennziffer

440008030

Flächennutzungsstatistik

  • 1961 (Hektar): 552, davon 0 Wald

Einwohnerstatistik

  • 1961: 2083, davon 1608 evangelisch (= 77.20 %), 449 katholisch (= 21.56 %)
  • 1970: 2164 Einwohner

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 775: Wettereiba (in pago Wetdereiba in Doricheimer marca)
  • 1787: Landgrafschaft Hessen, Grafschaft Hanau-Münzenberg, Amt Dorheim
  • 1803: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Dorheim
  • 1806/7-10: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Hanau, Amt Dorheim (Militärverwaltung)
  • 1810: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Dorheim
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Dorheim
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Hanau
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Hanau
  • 1866: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis

Friedberg

Gemeindeentwicklung

Am 1.8.1972 zur Stadt Friedberg.

Gericht

  • 1821: Justizamt Dorheim
  • 1845: Justizamt Nauheim
  • 1867: Landgericht Nauheim
  • 1879: Amtsgericht Bad Nauheim
  • 1911: Amtsgericht Friedberg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 775 übertrugen die Cancors Töchter Rachilt und Eufemia dem Kloster Lorsch Güter in Dorheim.
  • 1147 bestätigte Papst Eugen dem Kloster Ilbenstadt den Besitz des Allods in Dorheim.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1338: Stiftung einer Kapelle
  • 1360: Pfarrer

Pfarrzugehörigkeit

1338: Trennung von der Mutterkirche auf dem Johannisberg bei Nauheim

Patronat

1396: als Lehen des Klosters Fulda im Besitz der Waise von Fauerbach
1558: als Lehen des Klosters Fulda im besitz der Rau von Holzhausen

Diakonische Einrichtungen

1911 - 1917 Diakonissen des Elisabethenstift Darmstadt leiten Kindergarten (Angaben basieren auf Mitteilungen des Zentralarchivs der EKHNZA in Darmstadt vom 01.07.2021); Röschen, Beschreibung der evangelischen Pfarreien des Großherzogtum Hessen nennt für 1928 eine Krankenschwesternstation mit einer Schwester, eine „Kirchliche Kleinkinderschule Zuschuß der politischen Gemeinde (1 Schwester)“. Nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 Schwesternstation mit 1, ein Kindergarten mit 2 Arbeitskräften

Bekenntniswechsel

Erster evangelischer Pfarrer: Heinrich Maul 1550 bis nach 1570
Reformierter Bekenntniswechsel: 1596
Seit 1818 unierte Pfarrei.

Kirchliche Mittelbehörden

Erzbistum Mainz, Archidiakonat Mariengreden, Dekanat Friedberg, Sendbezirk Johannisberg bei Nauheim

Kultur

Schulen

Schulmeister: Johannes [Nachname unbekannt] um 1587; 1910 Volksschule mit drei Klassen

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Dorheim, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/12068_dorheim> (aufgerufen am 29.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/12068