Hommershausen

Dorf · 395 m über NN  
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

5 km nordwestlich von Frankenberg (Eder)

Lage und Verkehrslage

Aus entlang der Struthstrasse aufgereihten Hofanlagen bestehendes Dorf im Quellgebiet des Bauerbachs mit Verbindungsstraße nach Frankenberg (Eder). Kirche in zentraler Lage.

Ersterwähnung

1016

Weitere Namen

Huomereshuson, in (1016) [Urkundenbuch Stadt Worms Band 1, S. 35-37, Nr. 45 = Baur, Hessische Urkunden 1, S. 855-857, Nr. 1275] Hummershusen, in (1379) [Klosterarchive 3: Oberhessische Klöster, Band 1, S. 174-175, Nr. 540] Hommertshausen, in (1515) [Klosterarchive 3: Oberhessische Klöster, Band 1, S. 226, Nr. 703] Huͤmmershausen (1577) [HStAM Bestand S Nr. 40, fol. 187] Hommershausen (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 17]

Siedlungsentwicklung

Anfang des 16. Jahrhunderts wüst.
1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Frankenberg.

Bezeichnung der Siedlung

  • predium (1016)
  • Hof (1571 und 1577)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Umlegung der Flur

1936

Älteste Gemarkungskarte

1871

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3483217, 5662607
UTM: 32 U 483150 5660782
WGS84: 51.098284° N, 8.759353° O

Statistik

Ortskennziffer

635011060

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 217, davon 94 Acker (= 43.32 %), 90 Wiesen (= 41.47 %), 2 Holzungen (= 0.92 %)
  • 1928: Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Frankenberg
  • 1961 (Hektar): 897, davon 672 Wald (= 74.92 %)

Einwohnerstatistik

  • 1577: 4 Hausgesesse
  • 1747: 10 Haushaltungen
  • 1961: 107, davon 96 evangelisch (= 89.72 %), 11 katholisch (= 10.28 %)

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1016: Hessengau (in pago Hassia situm)
  • 1577: Landgrafschaft Hessen-Marburg, Amt Frankenberg-Wolkersdorf, Gericht Viermünden
  • 1604: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Frankenberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Oberhessen, Amt Frankenberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Oberhessen, Amt Frankenberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Werradépartement, Distrikt Marburg, Kanton Frankenberg
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Oberhessen, Amt Frankenberg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Frankenberg
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Marburg
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Frankenberg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Frankenberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Frankenberg
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg

Altkreis

Frankenberg

Gemeindeentwicklung

Seit dem 31.12.1970 gehört Hommershausen als Stadtteil zur Stadtgemeinde Frankenberg.

Gericht

  • 1016: Gericht Viermünden
  • 1571: Gericht Röddenau
  • 1821: Justizamt Frankenberg
  • 1867: Amtsgericht Frankenberg

Herrschaft

  • Nach der Aufhebung des Klosters Georgenberg spätestens 1577 landgräflich.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Bischof Burchard von Worms schenkt 1016 dem Kloster Nonnenmünster bei Worms seine Güter in Hommershausen. Seit 1379 ist Besitz von Kloster Georgenberg in Hommershausen belegt. 1519 verkauft die Familie Donhoubts dem Kloster ihr Gut zu Hommershausen. Die Mühle zu Hommertshausen ist nicht eingeschlossen. Sie haben sich zu diesem Verkauf entschlossen, weil das Kloster laut seiner Urkunden in Hommershausen vor der Verwüstung des Ortes durch den Krieg den sog. Großen Hof besaß und weil sie selbst für den Besitz ihres Gutes kein Beweismaterial haben.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1817/18: einfache Fachwerkkirche aus Teilen der in Butzbach an der Nuhne abgetragenen Kirche errichtet

Pfarrzugehörigkeit

Zunächst bis 1817 zur Butzkirche, seit 1818 zum Filial Oberorke der Pfarrei Viermünden, zu der es 1747 bereits gehörte. 1885 und in der Folge Filial der Kirche in Rengershausen

Bekenntniswechsel

Da Filial von Viermünden, Einführung der Reformation vermutlich ab 1527. Reformierter Bekenntniswechsel: 1606, 1624 wieder lutherisch.

Kultur

Schulen

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Wirtschaft

Mühlen

1519 ist beim Verkauf an das Kloster Georgenberg die Mühle nicht eingeschlossen.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Hommershausen, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1200_hommershausen> (aufgerufen am 15.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/1200

Die Lage von Hommershausen im Orthofoto