Bommersheim

Die Lage von Bommersheim im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
4 km südlich von Bad Homburg
Lage und Verkehrslage
Ca. 1,2 km östlich von Oberursel
Ersterwähnung
778-784 (791)
Historische Namensformen
- Botmarsheim, in (778-784 bzw. 791) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, S. 120-121, Nr. 3332; Widersprüchliche Datierungen nach dem Abtsnamen Helmrich 778-784 und nach dem Königsjahr 792]
- Botmaresheim, in (750-802) [2. Hälfte XII Jh., Codex Eberhardi 2, S. 201, fol. 109 ra]
- Botmaresheim, in (750-802) [2. Hälfte XII Jh., Codex Eberhardi 2, S. 201, fol. 109 rb]
- Botmarsheim, in (821) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3341]
- Bomersheim, in (849) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3369]
- Bommaresheim, in (948) [MGH Diplomata Könige 1, Konrad I. : Sickel, S. 179-181, Nr. 96, 97 = Urkundenbuch der Reichsabtei Hersfeld 1,1, S. 87-92, Nr. 48, 49]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (750-802)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3471636, 5562505
UTM: 32 U 471573 5560720
WGS84: 50.197985° N, 8.601701° O
Statistik
Ortskennziffer
434008050
Frühere Ortskennziffer
43400802001
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- (779-783): Niddagau (in pago Nitachgouue)
- 849: Niddaugau, Urseler Mark (in pago Nitachgouue in Vrsellere march)
- 1787: Kurfürstentum Mainz, Unteres Erzstift, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Oberursel
- 1803: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Oberursel
- 1806: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
- 1816: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
- 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk IX (Kreisamt Höchst)
- 1854: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis
- 1928: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Obertaunuskreis
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Hochtaunuskreis
Altkreis
Obertaunuskreis
Gemeindeentwicklung
Am 1.10.1929 Eingemeindung nach Oberursel (Taunus).
Gericht
- 1816: Amt Königstein
- 1849: Justizamt Königstein
- 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Königstein
- 1867: Amtsgericht Königstein
- 1879: Amtsgericht Bad Homburg v. d. Höhe
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Im 8. und 9. Jahrhundert hatten die Klöster Lorsch und Fulda Besitz aus Schenkungen in Bommersheim. 948 erhielt das Kloster Hersfeld von Otto dem Großen Besitz in Bommersheim.
- Das Kloster Thron hatte hier 1298 Besitz.
- Die Burg gehörte den Herren von Bommersheim und war später unter mehreren Ganerben aufgeteilt.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1319 wird in einer Urkunde die Burgkappele von Bommersheim erwähnt.
Pfarrzugehörigkeit
Ab 1296 zum Kirchspiel Oberursel gehörig
Bekenntniswechsel
Da Filial von Oberursel, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Oberurseler Pfarrer Dietrich Sartorius 1525. Reformierter Bekenntniswechsel: 1563 mit der Einführung der Pfalz-Zweibrücker Kirchenordnung Katholischer Bekenntniswechsel: 1604
Kirchliche Mittelbehörden
Ab 1107 zum Mainzer Archidiakonat St. Peter, Dekanat Eschborn gehörig.
Kultur
Schulen
1697 erster Lehrer nach dem Dreißigjährigen Krieg Johann Friedrich Wirth; 1818 Beginn der Schulchronik; 1821 Industrielehrerin für die Mädchen (Unteerricht in Handarbeiten); 1846 Neubau einer Schule
Nachweise
Literatur
- Weidenbach, Nassauische Territorien vom Besitzstande unmittelbar vor der französischen Revolution bis 1866, in: Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung 10 (1870), online
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 73
Siehe auch
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Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Bommersheim, Hochtaunuskreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/11571_bommersheim> (aufgerufen am 19.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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