Kirdorf

Dorf · 195 m über NN  
Gemarkung
Bad Homburg
Landkreis
Hochtaunuskreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

Kirdorf liegt 2,2 km nordwestlich von Bad Homburg.

Lage und Verkehrslage

Der Ort liegt östlich von Dornholzhausen. 1899 wurde Straßenbahnstrecke zwischen Homburg und Kirdorf eingeweiht.

Ersterwähnung

892

Siedlungsentwicklung

Im Dreißigjährigen Kireg stark zerstört, wurde Kirdorf langsam wieder aufgebaut.
Am Ende des 19. Jahrhunderts begann im Rahmen der Homburger Stadterweiterung ein großes Bauprogramm. Die rege Bautätigkeit wurde nach Ende des 2. Weltkrieges fortgesetzt.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (892)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Burgen und Befestigungen

  • Im 14.-16. Jahrhundert war das Dorf durch Wälle, Graben und Heckengebück befestigt.

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3471969, 5567727
UTM: 32 U 471905 5565940
WGS84: 50.244946° N, 8.605979° O

Statistik

Ortskennziffer

434001060

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 668, davon 267 Acker (= 39.97 %), 111 Wiesen (= 16.62 %), 252 Holzungen (= 37.72 %)

Einwohnerstatistik

  • 1885: 2161, davon 306 evangelisch (= 14.16 %), 1853 katholisch (= 85.75 %), 2 Juden (= 0.09 %)
  • 892: 58 Hörige (Lorscher Codex)

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • undatiert: Mark Hardt
  • 892: Niddagau, Preungesheimer Mark (in pago Nitachgouue in Brunningesheimer marca)
  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Königstein
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Herrschaft Hessen-Homburg
  • 1816: Landgrafschaft Hessen-Homburg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis
  • 1928: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Obertaunuskreis
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Hochtaunuskreis

Altkreis

Obertaunuskreis

Gemeindeentwicklung

Am 29.6.1901 Eingemeindung nach Bad Homburg v.d.H.

Herrschaft

  • 1232: Erzbistum Mainz
  • 1445-1535: Grafen von Eppstein
  • 1535-1581: Grafen von Stolberg-Königstein
  • 1581:Kurmainz
  • 1803: Fürstentum Nassau-Usingen

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 892 schenkten Adolf und seine Huda dem Kloster Lorsch den Kirdorf.
  • 1232 im Besitz des Erzbistums Mainz.
  • 1445-1535 im Besitz der Grafen von Eppstein.
  • 1535-1581 im Besitz der Grafen von Stolberg-Königstein.
  • 1581 wieder im Besitz von Kurmainz.
  • 1803 im Besitz von Nassau-Usingen.
  • 1803 nach Tausch im Besitz von Hessen-Homburg.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1229: Kirche;
  • 1540: Kapelle "Unser lieben Frauen";
  • 1655: Kirchenneubau;
  • 1765: Kirchenneubau;
  • 1862: Einweihung der St. Johanniskirche;
  • 1913: Einweihung der ev. Gedächtniskirche.

Pfarrzugehörigkeit

Ober-Eschbach war vermutlich die Mutterkirche von Kirdorf.

Patronat

Das Patronat war im Besitz derer von Kronberg. Ab 1461 gehörte es den Grafen von Solms-Lich.

Bekenntniswechsel

Einführung der Reformation vermutlich um 1540.
Katholischer Bekenntniswechsel: 1606

Kirchliche Mittelbehörden

Ab 1107 zum Mainzer Archidiakonat St. Peter, Dekanat Eschborn gehörig.
1803 dem Vikariat Aschaffenburg unterstellt.
Nach 1821 direkt Rom unterstellt.
Seit 1836 durch das Bistum Mainz betreut.
Ab 1884 zum Erzbistum Limburg gehörig

Kultur

Schulen

1910 Einweihung der heutigen Ketteler-Francke-Schule als Bürgerschule 3 und 4.
1972 Bau der Homburger Gesamtschule in Kirdorf.

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Historische Ereignisse

1622 wurde Kirdorf durch die Truppen Herzog Christians von Braunschweig gebrandschatzt, wobei 80 Wohnhäuser, Schule, Kirche und Rathaus zerstört wurden.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Kirdorf, Hochtaunuskreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/11522_kirdorf> (aufgerufen am 30.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/11522