Stierstadt

Die Lage von Stierstadt im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
Stierstadt liegt 5,6 km südwestlich von Bad Homburg.
Lage und Verkehrslage
Der Ort liegt 2,1 km südlich von Oberursel.
Ersterwähnung
791
Historische Namensformen
- Steorstat, in (791) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, S. 125, Nr. 3371]
- Stiorstat, in (791) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3763a]
- Stiorstat, in (800) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3389]
- Steorstat, in (821) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3371]
- Stirstat, in (1191) (UB Mainz 2, Nr. 557, S. 922-924)
Bezeichnung der Siedlung
- villa (791)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3470244, 5560897
UTM: 32 U 470181 5559113
WGS84: 50.183461° N, 8.582332° O
Statistik
Ortskennziffer
434008030
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 534, davon 269 Acker (= 50.37 %), 66 Wiesen (= 12.36 %), 159 Holzungen (= 29.78 %)
- 1961 (Hektar): 534, davon 172 Wald (= 32.21 %)
Einwohnerstatistik
- 1885: 778, davon 39 evangelisch (= 5.01 %), 739 katholisch (= 94.99 %)
- 1961: 2612, davon 789 evangelisch (= 30.21 %), 1686 katholisch (= 64.55 %)
- 1970: 3528
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 791: Niddagau (in pago Nitachgouue)
- 798: Wettereiba (in pago Wetereiba)
- 800: Niddagau (in pago Nitachgouue)
- 821: Niddagau (in pago Nitachgouue)
- 1787: Kurfürstentum Mainz, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Oberursel
- 1803: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Oberursel
- 1806: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
- 1816: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
- 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk IX (Kreisamt Höchst)
- 1854: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis
- 1919: Hilfskreis Königstein in der französischen Besatzungszone
- 1928: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Obertaunuskreis
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Hochtaunuskreis
Altkreis
Obertaunuskreis
Gemeindeentwicklung
Am 1.4.1972 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingliederung von Oberstedten, Oberursel (Taunus), Stierstadt und Weißkirchen in die neu gebildeten Stadtgemeinde Oberursel.
Gericht
- 1816: Amt Königstein
- 1849: Justizamt Königstein
- 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Königstein
- 1867: Amtsgericht Königstein
- 1879: Amtsgericht Bad Homburg v. d. Höhe
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1191 nimmt Erzbischof Konrad von Mainz das Kloster Retters nach dem Vorbild Erzbischof Heinrichs in seinen Schutz und bestätigt seinen Besitz u.a. in Stierstadt
Kirche und Religion
Pfarrzugehörigkeit
Ab 1351 zur Pfarrei Oberursel gehörig.
Bekenntniswechsel
Da Filial von Oberursel, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Oberurseler Pfarrer Dietrich Sartorius um 1525. Reformierter Bekenntniswechsel: 1563 mit der Einführung der Pfalz-Zweibrücker Kirchenordnung Katholischer Bekenntniswechsel: 1604
Kultur
Schulen
1700 Lehrer Johann Jodocus Wiegand; begründer der Lehrerdynastie im Ort; 1703 Errichtung eines neuen Schulhauses in Stierstadt; 1819 Industrielehrerin für Mädchen (Unterricht in Hauswirtschaft und Handarbeiten); 1846 Bau einer neuen Schule
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Wirtschaft
Mühlen
Wiesenmühle (im nordwestlichen Stadtgebiet in Richtung Weißkirchen gelegen)
Nachweise
Literatur
- Weidenbach, Nassauische Territorien vom Besitzstande unmittelbar vor der französischen Revolution bis 1866, in: Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung 10 (1870), online
- Vogel, Beschreibung des Herzogthums Nassau, S. 857
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
- Hessische Flurnamen
- Historische Kartenwerke
- Topografie des Nationalsozialismus in Hessen
- Topografische Karten
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Stierstadt, Hochtaunuskreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/11486_stierstadt> (aufgerufen am 05.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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