Oberhöchstadt

Dorf · 205 m über NN  
Landkreis
Hochtaunuskreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

7 km südwestlich von Bad Homburg

Lage und Verkehrslage

Oberhöchstadt liegt 2 km nordöstlich von Kronberg und liegt am Fuße des Altkönigs und des Hünerberges. Liegt an der L 3015

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (881)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3467251, 5560990
UTM: 32 U 467189 5559206
WGS84: 50.184139° N, 8.540419° O

Statistik

Ortskennziffer

434006020

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 570, davon 299 Acker (= 52.46 %), 71 Wiesen (= 12.46 %), 138 Holzungen (= 24.21 %)
  • 1961 (Hektar): 571, davon 162 Wald (= 28.37 %)

Einwohnerstatistik

  • 1885: 840, davon 16 evangelisch (= 1.90 %), 824 katholisch (= 98.10 %)
  • 1961: 2866, davon 1132 evangelisch (= 39.50 %), 1558 katholisch (= 54.36 %)
  • 1970: 4059 Einwohner

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Königstein
  • 1803: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Königstein
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk IX (Kreisamt Höchst)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis
  • 1919: Hilfskreis Königstein in der französischen Besatzungszone
  • 1928: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Obertaunuskreis
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Hochtaunuskreis

Altkreis

Obertaunuskreis

Gemeindeentwicklung

Am 1.4.1972 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschluss Kronberg (Taunus), Oberhöchstadt/Ts. und Schönberg (Taunus) zur neu gebildeten Stadtgemeinde Kronberg i.Ts.

Gericht

  • 1816: Amt Königstein
  • 1849: Justizamt Königstein
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Königstein
  • 1867: Amtsgericht Königstein

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1048 schenken die Grafen von Nürings dem Kloster Fulda einen Hof in Oberhöchstadt.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 881: Kapelle

Pfarrzugehörigkeit

Seit 1460 war Oberhöchstadt eine eigenständige Pfarrei.

Patronat

881 schenkte Wigastes das Patronat dem Kloster Bleidenstadt. Im 15. Jahrhundert war es im Besitz derer von Kronberg, bis es 1461 an die ältere Linie des Hauses Solms-Lich kam. Im Jahre 1548 gehörte das Patronat denen von Solms-Laubach.

Bekenntniswechsel

Einführung der Reformation in der Grafschaft Königstein durch Ludwig von Stolberg ab 1536.
Erster evangelischer Pfarrer: Johannes Strack vermutlich ab 1538
Katholischer Bekenntniswechsel: 1605

Kirchliche Mittelbehörden

Ab 1107 zum Mainzer Archidiakonat St. Peter, Dekanat Eschborn gehörig

Kultur

Schulen

seit 1628 Schulmeister benannt
1811 Umbau einer Hofreite in eine Schule
1849/50 Bau einer größeren Schule
1905/06 Neubau der Volksschule
1959 Neubau. 1968 Erweiterung, seit 1975 Grundschule

Hospitäler

1939: Einrichtung eines Altersheims

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Wirtschaft

Nach dem 2. Weltkrieg siedelten sich Betriebe zur Metallverarbeitung und zwei Glasschleifereien an.

Nachweise

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Oberhöchstadt, Hochtaunuskreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/11365_oberhoechstadt> (aufgerufen am 21.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/11365