Oberhöchstadt

Die Lage von Oberhöchstadt im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
7 km südwestlich von Bad Homburg
Lage und Verkehrslage
Oberhöchstadt liegt 2 km nordöstlich von Kronberg und liegt am Fuße des Altkönigs und des Hünerberges. Liegt an der L 3015
Historische Namensformen
- Eichstätter Marka (782) (Urkunde des Klosters Lorch)
- Heichstätter Marka (782) (Urkunde des Klosters Fulda)
- Eggistat (881) [Fälschung Nassauisches Urkundenbuch 1,1, S. 30, Nr. 69]
- Hecistat superiori (1048) (100 Jahre Obertaunuskreis)
- Hecgestat, in (1191) (UB Mainz 2, Nr. 557, S. 922-924) Zuordnung unklar, vgl. Niederhöchstadt)
Bezeichnung der Siedlung
- villa (881)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3467251, 5560990
UTM: 32 U 467189 5559206
WGS84: 50.184139° N, 8.540419° O
Statistik
Ortskennziffer
434006020
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 570, davon 299 Acker (= 52.46 %), 71 Wiesen (= 12.46 %), 138 Holzungen (= 24.21 %)
- 1961 (Hektar): 571, davon 162 Wald (= 28.37 %)
Einwohnerstatistik
- 1885: 840, davon 16 evangelisch (= 1.90 %), 824 katholisch (= 98.10 %)
- 1961: 2866, davon 1132 evangelisch (= 39.50 %), 1558 katholisch (= 54.36 %)
- 1970: 4059 Einwohner
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Kurfürstentum Mainz, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Königstein
- 1803: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Königstein
- 1806: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
- 1816: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
- 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk IX (Kreisamt Höchst)
- 1854: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis
- 1919: Hilfskreis Königstein in der französischen Besatzungszone
- 1928: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Obertaunuskreis
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Hochtaunuskreis
Altkreis
Obertaunuskreis
Gemeindeentwicklung
Am 1.4.1972 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschluss Kronberg (Taunus), Oberhöchstadt/Ts. und Schönberg (Taunus) zur neu gebildeten Stadtgemeinde Kronberg i.Ts.
Gericht
- 1816: Amt Königstein
- 1849: Justizamt Königstein
- 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Königstein
- 1867: Amtsgericht Königstein
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1048 schenken die Grafen von Nürings dem Kloster Fulda einen Hof in Oberhöchstadt.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 881: Kapelle
Pfarrzugehörigkeit
Seit 1460 war Oberhöchstadt eine eigenständige Pfarrei.
Patronat
881 schenkte Wigastes das Patronat dem Kloster Bleidenstadt. Im 15. Jahrhundert war es im Besitz derer von Kronberg, bis es 1461 an die ältere Linie des Hauses Solms-Lich kam. Im Jahre 1548 gehörte das Patronat denen von Solms-Laubach.
Bekenntniswechsel
Einführung der Reformation in der Grafschaft Königstein durch Ludwig von Stolberg ab 1536.
Erster evangelischer Pfarrer: Johannes Strack vermutlich ab 1538
Katholischer Bekenntniswechsel: 1605
Kirchliche Mittelbehörden
Ab 1107 zum Mainzer Archidiakonat St. Peter, Dekanat Eschborn gehörig
Kultur
Schulen
seit 1628 Schulmeister benannt
1811 Umbau einer Hofreite in eine Schule
1849/50 Bau einer größeren Schule
1905/06 Neubau der Volksschule
1959 Neubau. 1968 Erweiterung, seit 1975 Grundschule
Hospitäler
1939: Einrichtung eines Altersheims
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Wirtschaft
Nach dem 2. Weltkrieg siedelten sich Betriebe zur Metallverarbeitung und zwei Glasschleifereien an.
Nachweise
Literatur
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 72
- 100 Jahre Obertaunuskreis
- Weidenbach, Nassauische Territorien vom Besitzstande unmittelbar vor der französischen Revolution bis 1866, in: Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung 10 (1870), online
- Bode, Oberhöchstadt in zwölf Jahrhunderten, S. 185, 192
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Oberhöchstadt, Hochtaunuskreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/11365_oberhoechstadt> (aufgerufen am 21.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/11365