Hedekam

Die Lage von Hedekam im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
2,5 km südöstlich von Hofheim am Taunus
Lage und Verkehrslage
Hedekam liegt liegt direkt an der Bahnlinie Höchst-Hofheim bei der Bahnunterführung der Hattersheimerstraße.
Ortsform
Hofwüstung
Siedlungsentwicklung
Um 1609 werden die Hofgebäude abgebrochen und liegt seit 1631 wüst. Das Hofgut selbst besteht bis ins 19. Jahrhundert hinein.
Historische Namensformen
- Hittinkeim (1277) [Nassauisches Urkundenbuch 1,2, S. 556-557, Nr. 933]
- Hedenkeymer gazzen (1355) (Baur, Urkundenbuch Arnsburg 826)
- Hedenkammer (1406) (Struck 9)
- Hedeckheim (1433) (Colmar, Gerichtsbuch 1 59)
- Hedeckeim (1434) (Colmar, Gerichtsbuch 1 59)
- Hedenkeym (1437)
- Hadekam (1437) (Colmar, Gerichtsbuch 1 59)
- Heddekeym (1452) (Stamm 124)
- Hedekomen, Hedekam (1472) (WI 106 Akten 5002)
- Hedekam (15. Jahrhundert) (Colmar, Gerichtsbuch 2 67, Colmar, Gerichtsbuch 3 80)
- Hedigkheim (1565) (WI 106:414)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3461590, 5549385
UTM: 32 U 461530 5547605
WGS84: 50.079471° N, 8.46233° O
Statistik
Ortskennziffer
43600900002
Verfassung
Altkreis
Main-Taunus-Kreis
Gericht
- 1434: Schultheiß
- 1437: Schultheiße für zwei Dinghöfen
- 1530 und 1547 zum Landgericht Dieffenwegen gehörig
- 1533 wird der Schultheiß von Eberhard von Eppstein.
- 1550 in der Oberliederbacher Mark berechtigt
- 1555 wird ein Weisttum geführt.
- 1565 Verzicht auf die Gerichtsfolge nach Dieffenwegen durch die Herren von Stolberg-Königstein
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1277 besitzt das Kloster Retters einen Hof.
- 1437 erwerben die Mainzer Kartäuser den kleinen Dingen vom Edelknecht Henne Reißel von Homburg.
- 1459 gehört der Dinghof den Herren von Eppstein-Königstein.
- 1562 wird der Freihof von Mainz verpachtet.
- 1643 werden die Felder wieder verpachtet.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1277: Kirche.
- Um 1578: Abtragen der Kapelle.
- 1755-1958: Bonifatiuskapelle.
Patrozinien
- Bonifatius [Ende 17. Jahrhundert]
Wirtschaft
Mühlen
1530 wird eine Mühle zu Hedekam erwähnt, die 1562 zusammen mit dem Hof als Pachtgut zu Mainz gehört.
Zoll
1452 von Abgaben befreit
1533 und 1562 werden Zölle durch die Hofpächter eingetrieben.
Nachweise
Literatur
- Bethke, Main-Taunus-Land, S. 73
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hedekam, Main-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/11360_hedekam> (aufgerufen am 14.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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