Elbrighausen

Forsthaus Elbrighausen, undatiert
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
16 km nordwestlich von Frankenberg (Eder)
Lage und Verkehrslage
Elbrighäuser Bach
Siedlungsentwicklung
Das ehemalige Dorf war um 1539 wüst, 1571 aber offenbar schon wieder teilbesiedelt [HStAM Bestand 40 c Nr. 973]. Landgraf Ludwig ließ hier 1591 ein Jagdhaus errichten. 1854 ist das Forsthaus Sitz einer Oberförsterei.
Historische Namensformen
- Elverinchusen (1338) [Urkundenbuch zur Landes- und Rechtsgeschichte des Herzogthums Westfalen 2, 1300 bis 1400, S. 273-301, Nr. 665, hier S. 281]
- Elbirshusin (1369) [Klosterarchive 3: Oberhessische Klöster, Band 1, S. 169, Nr. 522]
- Elbirnshůsen (1372) [Klosterarchive 3: Oberhessische Klöster, Band 1, S. 170, Nr. 1372]
- Elberchußen (1394) [Baur, Hessische Urkunden 1, S. 818-819, Nr. 1227]
- Elberchusen (1395) [Baur, Hessische Urkunden 1, S. 818-819, Nr. 1227 (Fußnote)]
- Elbrighausen (1539)
- Elbrighausen; Elbigshausen (um 1750) [Seim/Kahler, Historische Beschreibung, S. 28]
Bezeichnung der Siedlung
- Dorf (1394)
- fürstliches Forsthaus (um 1750)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3470283, 5659570
UTM: 32 U 470221 5657746
WGS84: 51.070461° N, 8.574964° O
Statistik
Ortskennziffer
63500501003
Einwohnerstatistik
- 1885: 1 Wohnhaus mit 7 Bewohnern (Forsthaus)
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1539: Landgrafschaft Hessen, Amt Wolkersdorf, Gericht Bromskirchen
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Amt Battenberg
- 1854: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf (Forsthaus zu Bromskirchen gehörig)
Altkreis
Frankenberg
Gericht
- 1539: Gericht Bromskirchen
Herrschaft
- 1338 trägt Konrad von Diedenshausen die Vogtei in Elbrighausen von Graf Gottfried IV. von Arnsberg zu Lehen.
- 1390 verpflichten sich die Brüder Johann und Curt von Graschaf dem Brosecke von Viermünden jeder Zeit die Wiedereinlösung der Gerichte zu Elbrighausen und Linsphe zu gestatten.
- 1394/95 verkauft Gerlach von Diedenshausen an Broseke von Viermünden zunächst das halbe, dann das ganze Dorf mit Vogtei und Kirchlehen. 1539 verkaufen wiederum die Herren von Viermünden Dorf Elbrighausen mit Vogtei, Gebiet, Gericht und Kirchenlehen an die Landgrafen von Hessen.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1369 und 1372 erwirbt Kloster Georgenberg Güter in Elbrighausen.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1394: Pfarrer
Pfarrzugehörigkeit
1613 gehörte der Ort zur Pfarrei Bromskirchen
Patronat
1395 verkaufte Gerlach von Diedenshausendas Lehen an Broseke von Viermünden
1539 verkauften die von Viermünden an Hessen (Ort wohl schon wüst zu der Zeit)
Kirchliche Mittelbehörden
15. Jahrhundert: Erzbistum Mainz, Archidiakonat St. Stephan, Dekanat Christenberg, Sendbezirk Bromskirchen
Nachweise
Literatur
- Seim/Kahler, Historische Beschreibung, S. 28
- Denkmaltopographie Landkreis Waldeck-Frankenberg, Bd. II, S. 196
- 750 Jahre Bromskirchen, S. 41
- Wagner, Wüstungen im Großherzogthum Hessen, Provinz Oberhessen, S. 363
- H. Jäger, Entwicklungsperioden argrarer Siedlungsgebiete im mittleren Westdeutschland seit dem frühen 13. Jahrhundert (1958) = Würzburger Geographische Arbeiten 6, S. 120f
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 111-112
- Classen, Kirchliche Organisation, S.136
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Elbrighausen, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1090_elbrighausen> (aufgerufen am 12.06.2026)
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