Niedergladbach

Die Lage von Niedergladbach im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
7 km südwestlich von Bad Schwalbach
Lage und Verkehrslage
Siedlung am Glabach mit einfachem Grundriß und Kirche in erhöhter Lage.
Ersterwähnung
1163
Siedlungsentwicklung
Im Dreißigjährigen Krieg durch Brand zerstört.
Historische Namensformen
- Cladinbache (1163) [Fälschung UB Mainz 2,1, S. 491-493, Nr. 279]
- Glacbach, de (1234-1239) [Nachtrag von Hand Nr. 15 Meyer zu Ermgassen, Oculus Memorie 2, S. 134-135, Kapitel X § 34]
- inferiori Gladibach, in (1329)
Bezeichnung der Siedlung
- curia (1163)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3427815, 5552481
UTM: 32 U 427769 5550700
WGS84: 50.104159° N, 7.989936° O
Statistik
Ortskennziffer
439014030
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1530: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
- 1583: Kurfürstentum Mainz, Rheingau, sogenannte "überhöhische Orte"
- 1604: Kurfürstentum Mainz, Rheingau, Mittelamt Oestrich (bis 1659 jedoch noch unter unmittelbarer erzstiftischer Herrschaft)
- 1770: Amtskellerei Eltville
- 1803: Nassau-Usingen, Vicedomamt Rheingau, Amtskellerei Rüdesheim
- 1816: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
- 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
- 1854: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
- 1867: Untertaunuskreis
- 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis
Altkreis
Untertaunuskreis
Gemeindeentwicklung
Am 1.7.1972 zur Gemeinde Schlangenbad.
Gericht
- 1816: Amt Eltville
- 1817: Amt Langenschwalbach
- 1849: Justizamt Langenschwalbach
- 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Langenschwalbach
- 1867: Amtsgericht Langenschwalbach
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Im Oculus memorie ist für die Zeit 1234-1239 festgehalten das Kloster Eberbach für einen Weinberg einem Eckard von Gladbach 15 Pfennige gezahlt hat.
- Gegen Ende des 13. Jahrhunderts besitzt das Mainzer Stift St. Marien ad gradus Hufen in Niedergladbach. Die Grafen von Diez und als ihre Nachfolger die von Nassau-Dillenburg besaßen hier lehnsherrliche Rechte.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1329: Pfarrer
- Heutige Kirche 1726 errichtet
Patrozinien
- Aegidius [1726]
Pfarrzugehörigkeit
Ursprünglich wohl zu Oestrich gehörig. 1401 gehört Selhain zum Kirchspiel, wo im 15. Jahrhundert ein Pleban bezeugt ist. 1513: Obergladbach und Selhain (wüst). Wahrscheinlich auch der Hof Mappen und Mittelgladbach (wüst).
Klöster
- 1513 hat das Stift St. Viktor in Mainz das Patronatsrecht inne
Bekenntniswechsel
Die Reformation konnte sich im Erzbistum Mainz nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.
Kirchliche Mittelbehörden
Mainzer Archidiakonat St. Moritz in Mainz
Kultur
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Nachweise
Literatur
- Kehrein, Nassauisches Namenbuch, S. 245-246,
- Bach, Siedlungsnamen, S. 76,
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 89,
- Vogel, Beschreibung Nassau, S. 616,
- Sponheimer, Landesgeschichte, S. 245,
- Denkmaltopographie Rheingau-Taunus-Kreis 2, S. 474-483,
- Christ, Erzstift Mainz, S. 236, 237, 247, 254,
- Witte, Herrschaft,
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Niedergladbach, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/10803_niedergladbach> (aufgerufen am 29.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/10803