Niedergladbach

Dorf · 300 m über NN  
Gemeinde
Schlangenbad
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

7 km südwestlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage

Siedlung am Glabach mit einfachem Grundriß und Kirche in erhöhter Lage.

Ersterwähnung

1163

Siedlungsentwicklung

Im Dreißigjährigen Krieg durch Brand zerstört.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • curia (1163)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3427815, 5552481
UTM: 32 U 427769 5550700
WGS84: 50.104159° N, 7.989936° O

Statistik

Ortskennziffer

439014030

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1530: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
  • 1583: Kurfürstentum Mainz, Rheingau, sogenannte "überhöhische Orte"
  • 1604: Kurfürstentum Mainz, Rheingau, Mittelamt Oestrich (bis 1659 jedoch noch unter unmittelbarer erzstiftischer Herrschaft)
  • 1770: Amtskellerei Eltville
  • 1803: Nassau-Usingen, Vicedomamt Rheingau, Amtskellerei Rüdesheim
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1867: Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis

Untertaunuskreis

Gemeindeentwicklung

Am 1.7.1972 zur Gemeinde Schlangenbad.

Gericht

  • 1816: Amt Eltville
  • 1817: Amt Langenschwalbach
  • 1849: Justizamt Langenschwalbach
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Langenschwalbach
  • 1867: Amtsgericht Langenschwalbach

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Im Oculus memorie ist für die Zeit 1234-1239 festgehalten das Kloster Eberbach für einen Weinberg einem Eckard von Gladbach 15 Pfennige gezahlt hat.
  • Gegen Ende des 13. Jahrhunderts besitzt das Mainzer Stift St. Marien ad gradus Hufen in Niedergladbach. Die Grafen von Diez und als ihre Nachfolger die von Nassau-Dillenburg besaßen hier lehnsherrliche Rechte.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1329: Pfarrer
  • Heutige Kirche 1726 errichtet

Patrozinien

  • Aegidius [1726]

Pfarrzugehörigkeit

Ursprünglich wohl zu Oestrich gehörig. 1401 gehört Selhain zum Kirchspiel, wo im 15. Jahrhundert ein Pleban bezeugt ist. 1513: Obergladbach und Selhain (wüst). Wahrscheinlich auch der Hof Mappen und Mittelgladbach (wüst).

Klöster

  • 1513 hat das Stift St. Viktor in Mainz das Patronatsrecht inne

Bekenntniswechsel

Die Reformation konnte sich im Erzbistum Mainz nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.

Kirchliche Mittelbehörden

Mainzer Archidiakonat St. Moritz in Mainz

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Niedergladbach, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/10803_niedergladbach> (aufgerufen am 29.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/10803