Hausen vor der Höhe

Die Lage von Hausen vor der Höhe im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
14 km nordöstlich von Rüdesheim am Rhein
Lage und Verkehrslage
Siedlung mit ovalem Ortskern
Ersterwähnung
um 1190
Historische Namensformen
- Husen (um 1190) [Niederschrift zwischen 1250-1260 Sauer, Lehnsbücher Herrschaft Bolanden, S. 16]
- Husin vor der hoe (1401)
- Hausen (um 1520)
- hus by der hoehn
- Husen bey der Hoehn
Bezeichnung der Siedlung
- vilula (1190)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3431730, 5550105
UTM: 32 U 431682 5548325
WGS84: 50.083264° N, 8.045077° O
Statistik
Ortskennziffer
439014020
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 602, davon 233 Acker (= 38.70 %), 64 Wiesen (= 10.63 %), 284 Holzungen (= 47.18 %)
- 1961 (Hektar): 604, davon 330 Wald (= 54.64 %)
Einwohnerstatistik
- 1587: 23 Hausgesessene
- 1809: 247 Einwohner (darunter 4 Juden)
- 1827: 314 Einwohner
- 1885: 402, davon 393 evangelisch (= 97.76 %), 9 katholisch (= 2.24 %)
- 1961: 436, davon 329 evangelisch (= 75.46 %), 96 katholisch (= 22.02 %)
- 1970: 520 Einwohner
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1530 und 1629: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
- 1806-1813: Kaiserreich Frankreich, Niedergrafschaft Katzenelnbogen (sog. pays reservés unter dem vom Departement Donnersberg beauftragten Präfekten Balthasar Pietsch; Verwaltung weiterhin in Langenschwalbach)
- 1816: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
- 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
- 1854: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
- 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
- 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis
Altkreis
Untertaunuskreis
Gemeindeentwicklung
Am 1.7.1972 zur Gemeinde Schlangenbad
Gericht
- 1816: Amt Hohenstein
- 1817: Amt Langenschwalbach
- 1849: Justizamt Langenschwalbach
- 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Langenschwalbach
- 1867: Amtsgericht Langenschwalbach
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Um 1190 hat Giselbert von das kleine Dorf Hausen mit Zubehör von Werner von Bolanden zu Lehen.
- 1470 ließ sich Philipp von Lindau als Lehnsherr seine gerichtsherrlichen Rechte und Einkünfte weisen. 1493 wurden Jakob von Lindau und Johann Frey von Dehrn als Ganerben mit Hausen belehnt. Zu den Mainzischen überhöhische Dörfern gehörig
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1351: Marienkapelle mit Kaplan
- 1817 wird die Kapelle als baufällig beschrieben und kurz darauf abgebrochen.
Pfarrzugehörigkeit
Um 1380 Filliale von Bärstadt
Bekenntniswechsel
Da Filial von Bärstadt, Einführung der Reformation vermutlich ab 1527. Reformierter Bekenntniswechsel: 1605, 1626 wieder lutherisch.
Kultur
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Nachweise
Literatur
- Kehrein, Nassauisches Namenbuch, S. 209
- Bach, Siedlungsnamen, S. 74
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 84
- Vogel, Beschreibung Nassau, S. 615
- Sponheimer, Landesgeschichte, S. 234
- Denkmaltopographie Rheingau-Taunus-Kreis 2, S. 468-474
- Diehl, Pfarrer- und Schulmeisterbuch für die acquirierten Lande und die verlorenen Gebiete, S. 294
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hausen vor der Höhe, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/10774_hausen-vor-der-hoehe> (aufgerufen am 10.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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