Grebenroth

Die Lage von Grebenroth im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
11 km nordwestlich von Bad Schwalbach
Lage und Verkehrslage
Geschlossenes Dorf mit regelhaften Grundrißmerkmalen parallel zum Bärbach.
Ersterwähnung
(um 1260)
Historische Namensformen
- Grevenrod (um 1260) [Demandt, Regesten Katzenelnbogen 1, S. 96-101, Nr. 139]
- Grevenrat (1361)
- Grebinroit (1403)
- Grebert (1526)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3423933, 5563012
UTM: 32 U 423888 5561227
WGS84: 50.198334° N, 7.93358° O
Statistik
Ortskennziffer
439005040
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 630, davon 242 Acker (= 38.41 %), 46 Wiesen (= 7.30 %), 313 Holzungen (= 49.68 %)
- 1961 (Hektar): 634, davon 380 Wald (= 59.94 %)
Einwohnerstatistik
- 1526: 10 Hausgesäße
- 1587: 9 Hausgesäße
- 1809: 146 Einwohner (15 Juden)
- 1827: 257
- 1885: 229, davon 200 evangelisch (= 87.34 %), 16 katholisch (= 6.99 %), 13 Juden (= 5.68 %)
- 1961: 213, davon 179 evangelisch (= 84.04 %), 30 katholisch (= 14.08 %)
- 1970: 264
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- Um 1520: Vierherrisch, Gericht Altenberg
- Bis 1778: Vierherrisch, Kirchspiel Altenberg
- 1806-1813: Kaiserreich Frankreich, Niedergrafschaft Katzenelnbogen (sog. pays reservés unter dem vom Departement Donnersberg beauftragten Präfekten Balthasar Pietsch; Verwaltung in Langenschwalbach)
- 1816: Herzogtum Nassau, Amt Wehen
- 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
- 1854: Herzogtum Nassau, Amt Wehen
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
- 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
- 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis
Altkreis
Untertaunuskreis
Gemeindeentwicklung
Am 31.12.1971 zur neugebildeten Gemeinde Heidenrod.
Gericht
- 1494: "Gericht auf dem Altenberge
- 1816: Amt Nastätten
- 1817: Amt Langenschwalbach
- 1849: Justizamt Langenschwalbach
- 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Langenschwalbach
- 1867: Amtsgericht Langenschwalbach
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Um 1260 wird Grebenroth in der Erbteilung der älteren Linie des Grafenhauses Katzenelnbogen zugesprochen.
- 1274 wiesen die Grafen von Katzenelnbogen ein Burglehen aus ihrem Allod Grebenroth an. 1361 wird es im Weistum des Vierherrengedings auf dem Einrich genannt. 1444 erhielt Kloster Gronau von den Grafen von Katzenelnbogen einen Hof mit allem Zubehör, Ställen, Gärten, Wiesen und Äckern. Die Schenkung diente der Wiederherstellung der zuvor zerrüttenen wirtschaftlichen Verhältnisse des Klosters. Das Hospital besaß dort später drei Höfe, 1629 sogar vier und noch 1771 drei Höfe.
Ortsadel
1390
Kirche und Religion
Pfarrzugehörigkeit
1555 zur Pfarrei Altenberg gehörig.
Bekenntniswechsel
Einführung der Reformation ab 1527
Juden
1843: 24 Juden
angeschlossen an Laufenselden
Kultur
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Nachweise
Literatur
- Kehrein, Nassauisches Namenbuch, S. 202
- Bach, Siedlungsnamen
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 184
- Vogel, Beschreibung Nassau, S. 617
- Sponheimer, Landesgeschichte, S. 233
- Denkmaltopographie Rheingau-Taunus-Kreis 2, S. 188-194
- Germania Benedictina 7: Benediktinerklöster Hessen, S. 529-530
- Diehl, Pfarrer- und Schulmeisterbuch für die acquirierten Lande und die verlorenen Gebiete, S. 288
- Arnsberg, Die jüdischen Gemeinden in Hessen: Anfang, Untergang, Neubeginn, Bd. 1
Siehe auch
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Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Grebenroth, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/10769_grebenroth> (aufgerufen am 16.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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