Schloss Reichartshausen
Schloss · 92 m über NN
Gemarkung
Oestrich Gemeinde
Oestrich-Winkel Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff. Verortung
Externe Kartenangebote
Siedlung
Ortstyp
Schloss
Lagebezug
9,3 km nordöstlich von Rüdesheim am Rhein
Lage und Verkehrslage
Unmittelbar am Rheinufer gelegen
Ersterwähnung
1152
Siedlungsentwicklung
Der Name deutet auf eine ursprünglich dörfliche Siedlung. Der heutige Bau wurde 1742 errichtet.
Historische Namensformen
- Richardeshusun
- Richardeshusen (1152) [Mainzer Urkundenbuch 1, Nr. 181, S. 337-339]
- Richardeshusen
- Richardishusen
- Richarteshusen
- Richartheshusen
- Richarthusen
- Richartishusen [Meyer zu Ermgassen, Oculus Memorie 3, S. 181-182, Register]
Bezeichnung der Siedlung
- cellarium; curia; curtis [Meyer zu Ermgassen, Oculus Memorie 3, S.181-182 (Register)];
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3432032, 5542186
UTM: 32 U 431984 5540409
WGS84: 50.012113° N, 8.0507° O
Statistik
Ortskennziffer
43901203008
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Kurfürstentum Mainz, Unteres Erzstift, Vizedomamt Rheingau, Amtskellerei Eltville und Amtsvogtei Erbach (Abtei Eberbach)
- 1803: Nassau-Usingen, Vicedomamt Rheingau, Amtskellerei Eltville
Altkreis
Rheingaukreis
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1152 tauschte das Zisterzienserkloster Eberbach mit Unterstützung des Mainzer Erzbischofs Heinrich I. Reichardshausen gegen Güter in Winkel. Damit wurde der Grund zu einem Wirtschafthof gelegt, der durch seine Lage am Wasser und die Nähe zum Kloster zu dessen Hauptkellerei wurde und zur zweiten Residenz des Abtes avancierte. Nach der Säkularisation Eberbachs schenkte der Fürst Friedrich August von Nassau-Usingen 1807 den Hof seiner Gemahlin Luise von Waldeck. Nach deren Tord 1816 wurde er 1817 an Graf Erwin von Schönborn verkauft, der die Gebäude erweiterte und eine Sammlung neuerer Gemälde und Skulpturen unterhielt. Nach der Jahrhundertmitte Übergang an eine Weinhandlung.
Nachweise
Literatur
- Kehrein, Nassauisches Namenbuch, S. 260-261,
- Bach, Siedlungsnamen, S. 66,
- Herchenröder, Rheingaukreis, S. 297-298,
- Meyer zu Ermgassen, Oculus Memorie 2, S. 191-204,
- Moßig, Grundbesitz des Klosters Ebersbach, S. 157-166,
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Reichartshausen, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/10714_schloss-reichartshausen> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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