Dainrode

Dorf · 356 m über NN  
Gemeinde
Frankenau
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

7,5 km nordöstlich von Frankenberg (Eder)

Lage und Verkehrslage

Geschlossenes Dorf mit geringer Siedlungsdichte und einfachem Grundriss entlang der Hauptstraße (B 253) und der Verbindungsstraßen nach Allendorf im Norden und Haubern im Süden. Kirche in zentraler Lage.

Ersterwähnung

1197-1200

Siedlungsentwicklung

Vom Ende des 14. Jahrhunderts bis weit ins 15. Jahrhundert fiel Dainrode wüst. Es entwickelte sich nach der Wiederbesiedelung im 15. Jahrhundert als Straßendorf entlang der heutigen Geismarer bzw. Löhlbacher Straße. Den Ausgangspunkt bildete ein noch immer die Dorfmitte durchfließender Mühlgraben, der eine heute nicht mehr vorhandene Mühle mit Wasser versorgte.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • Dorff (1557)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Umlegung der Flur

1924/25, 1926

Älteste Gemarkungskarte

1871

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3493632, 5659224
UTM: 32 U 493560 5657400
WGS84: 51.068085° N, 8.908094° O

Statistik

Ortskennziffer

635010030

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 452, davon 276 Acker (= 61.06 %), 98 Wiesen (= 21.68 %), 1 Holzungen (= 0.22 %)
  • 1961 (Hektar): 438, davon 1 Wald (= 0.23 %)

Einwohnerstatistik

  • 1577: 32 Hausgesesse
  • 1747: 25 Haushaltungen
  • 1885: 222, davon 222 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 246, davon 231 evangelisch (= 93.90 %), 13 katholisch (= 5.28 %)

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1571: Landgrafschaft Hessen-Marburg, Amt Frankenberg-Wolkersdorf, Gericht Geismar
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Oberhessen, Amt Frankenberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Oberhessen, Amt Frankenberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Werradépartement, Distrikt Marburg, Kanton Frankenau
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Oberhessen, Amt Frankenberg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Frankenberg
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Marburg
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Frankenberg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Frankenberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Frankenberg
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg

Altkreis

Frankenberg

Gemeindeentwicklung

Seit dem 01.01.1974 gehört Dainrode als Stadtteil zur Stadtgemeinde Frankenau.

Gericht

  • 1571: Gericht Geismar
  • 1810: Friedensgericht Frankenau
  • 1821: Justizamt Frankenberg
  • 1832: Justizamt Frankenau
  • 1853: Justizamt Frankenberg
  • 1867: Amtsgericht Frankenberg

Herrschaft

  • 1214 bekundet Graf Heinrich [III.] von Ziegenhain, dass er dem Kloster Haina den Erwerb von Eigengüter seiner Ministerialen und Untertanen u.a. in Dainrode genehmigt hat. Im 13. Jahrhundert fiel offenbar der gesamte Orte an das Kloster. Zur Herrschaft vgl. Geismar.
  • 1557 zum Hospital Haina gehörig. Im Salbuch des Klosters Haina heißt es, dass Grund und Boden samt den Gütern, Behausung und Hofraiden, Holz, Feld, Wasser und Weide dem Hospital gehöre, jedoch der Landgraf die Obrigkeit und den Dienst davon habe (HStAM Bestand S Nr. 348 und HStAM Bestand S Nr. 349)

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • Klassizistischer Saalbau 1835 fertiggestellt

Pfarrzugehörigkeit

1577 nach Geismar eingepfarrt, 1747 und später Filial davon, 1994 eingepfarrt

Bekenntniswechsel

Da Filial von Geismar, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Geismarer Pfarrer Johannes Heusener vor 1530. Reformierter Bekenntniswechsel: 1606, 1624 wieder lutherisch.

Kirchliche Mittelbehörden

Dekanat Geismar

Kultur

Schulen

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Dainrode, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1071_dainrode> (aufgerufen am 04.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/1071