Welshausen

Die Lage von Welshausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
11 km nordöstlich von Gießen
Lage und Verkehrslage
Auf halben Wege zwischen Großen-Buseck und Bersrod am Drauschel (dicht an der Biegung der heutigen Bundesautobahn) am Zusammenstoß der Gemarkung Großen-Buseck, Reiskirchen, Lindenstruth. Flurname Welshausen, Zu Wilshausen, Vor dem Wilshäuser Wald
Ersterwähnung
1248/49
Letzterwähnung
1359
Siedlungsentwicklung
Wüstung vermutlich zwischen 1508-1544
Historische Namensformen
- Willricheshusen (1248/49) [Staatsarchiv Darmstadt Hs. 76 S. 21v]
- Willixhusen (1286) [Eckhardt, Die oberhessischen Klöster 3, 1, Nr. 979]
- Wilrishusin, zuo (1315) [Wyss, Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei 3, Nr. 1432]
- Wylßhusen (1347) [Regesten der Erzbischöfe von Mainz 1,2, Nr. 5534]
- Wilrshusen (1359) [Urkundenbuch des Klosters Arnsburg 3, Nr. 874]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1286) (Eckhardt, Die oberhessischen Klöster 3, 1, Nr. 979)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3488028, 5608221
UTM: 32 U 487958 5606418
WGS84: 50.609523° N, 8.829816° O
Statistik
Ortskennziffer
53100303010
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1508: Gericht Busecker Tal
Altkreis
Gießen
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1286 verkaufen die Brüder Heinrich und Friedrich von Queckborn Kloster Wirberg ein Allod in Welshausen (vgl. Ziff. 2b).
- 1315 verkauft Dietrich Schutzbar sein Gut zu Welshausen an das Frauenkloster zu Schiffenberg. Stift Zelle (Schiffenberg) verfügt im 14. Jahrhundert über weitere Pachteinnahmen (Römer, Einkünfteverzeichnisse).
- 1359 verkauft der Grünberger Bürger Volpracht von Sassen seine Erbgüter zu Welshausen Kloster Arnsburg (Urkundenbuch des Klosters Arnsburg 3 Nr. 874).
- 1489 verkauft Arnsburg seine Güter in Welshausen an die Antoniter in Grünberg (Eckhardt, Die oberhessischen Klöster 3, 2, Text IV). 1501 erwirbt das Kloster von den Brüdern Buernegkeln die Besserung und Gerechtigkeit an dem Gut zu Welshausen (Eckhardt, Die oberhessischen Klöster 3, 1 Nr. 729).
Zehntverhältnisse
Kirche und Religion
Ortskirchen
- Zehnthinweise in Eckhardt, Die oberhessischen Klöster 3, 1 Nr. 427 (1459), 611 (1491), 700 (1489), 739 (1502)
Kirchliche Mittelbehörden
15. Jahrhundert: Sendbezirk Buseck
Nachweise
Literatur
- Wagner, Wüstungen Hessen Oberhessen, S. 213,
- Lindenstruth, Wilshausen, S. 1ff.
- Knauss, Das 1200jährige Londorf, S. 353 (gegenüber): umgezeichnete Karte der Rabenau von 1747,
- Festschrift 1000-Jahr-Feier Reiskirchen, S. 34-36, 41f,
- Bräuning, Wüstungen 1, S. 63-82
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Welshausen, Gießen“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/10519_welshausen> (aufgerufen am 13.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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