Messfelden

Wüstung · 155 m über NN  
Gemarkung
Hungen
Gemeinde
Hungen
Landkreis
Gießen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

5,5 km südöstlich von Lich

Lage und Verkehrslage

Wüstung nordwestlich Hungen. Kirche mit halbrundem Chor und Mauerresten 1986 lokalisiert; Flurname Am Meßfelderbrunnen, Meßfelden, Meßfelder Weg

Ersterwähnung

1281

Letzterwähnung

1405

Siedlungsentwicklung

Wüstung 1405, jedoch noch 1422 teilweise bewohnt.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • dorffe (1422) (Universitätsbibliothek Marburg, Handschriftenabteilung, Urkunde Nr. 2, 1422 Juli 15)

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3490930, 5594130
UTM: 32 U 490859 5592332
WGS84: 50.482902° N, 8.871158° O

Statistik

Ortskennziffer

53100802006

Verfassung

Altkreis

Gießen

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1327 gestattet Kloster Hersfeld, daß Kuno von Falkenstein seine Frau Anna mit einem Teil des Vogtkorns von Messfelden bewittumt (Löffler, Herren von Falkenstein Bd. 2 Nr. 764). 1347 kauft Markolf von Hattstein von den von Falkenstein einen Teil des Vogtkorns von Messfelden (Solmser Urkunden 1 Nr. 276). 1355 bezeugt Philipp d. J. von Falkenstein das Wittum seiner Schwester Agnes mit Gütern zu Messfelden, die von Hersfeld zu Lehen gehen (Löffler, Herren von Falkenstein Bd. 2 Nr. 1125). 1380 bewittumt Philipp von Falkenstein seine Frau Else mit Gütern zu Messfelden (Löffler, Herren von Falkenstein Bd. 2 Nr. 1527). 1384 bekundet Abt Berthold von Hersfeld, daß er dem Hersfelder Dekan Albrecht von Landeck alle Stiftsgefälle zu Hungen, Messfelden, Langsdorf, Feldheim und Zelle für 212 Gulden verkauft habe. 1395 bekundet Albrecht von Landeck , die gen. Gültrechte dem Sintrum Keller zu Lich verkauft zu haben (Solmser Urkunden 1 Nr. 490, 565). 1407 bekundet der Trierer Erzbischof Werner von Falkenstein, daß er Else von Eppstein, Witwe seines Bruders Philipp von Falkenstein seinen Hof zum Hain sowie das Dorf Messfelden auf Lebenszeit überlassen habe (Solmser Urkunden 1 Nr. 703).

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1318: Kapelle
  • 1402: Pleban

Pfarrzugehörigkeit

1405 wird auf Bitten Philipps von Falkenstein der Katharinenaltar der verlassenen Kapelle der Wüstung Messfelden der Pfarrkirche Hungen inkorporiert (Küther, Marienstift Lich Nr. 71).

Patronat

Pastor der Mutterkirche in Hungen

Kirchliche Mittelbehörden

15. Jahrhundert: Erzbistum Mainz, Archidiakonat St. Mariengreden, Dekanat Friedberg, Sendbezirk Hungen

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Messfelden, Gießen“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/10395_messfelden> (aufgerufen am 31.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/10395