Wetz: AUF DER WETZ [off de wetz]

Rezenter Beleg aus Schwalbach  
Gemeinde
Schöffengrund
Landkreis
Lahn-Dill-Kreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Wetz

Belegort

Belegtyp

rezent

Weitere Belege

  • 1349: sita aput ripam wette
    Sponheimer, Meinhard: Das Zinsregister des Klosters Altenberg von 1349. Wetzlar 1939. (Wetzlarer Geschichtsquellen 3. Bd.)., S. 146
  • 1691: obig der Wetz
    Fürstliches Archiv Braunfels, Urkunden A, Schubl. 5, Nr. 56., fol. 2
  • 1795: auf der Wetz [Wiese]
    Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 248/2, Nr. 6., fol. 16'

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Wetz

Zu ahd. wezzen, mhd. wetzen sw.V. ‚schärfen‘, eine Ableitung vom Adjektiv ahd. hwas ‚scharf(kantig)‘. In Verbindung mit dem GT /-stein/ liegt ein FormN nach der Form des Wetzsteins, ahd. wezzistein, mhd. wetzestein st. M. vor. Die Belege aus Langgöns, Leihgestern, Watzenborn-Steinberg beziehen sich auf einen Grenzstein an einer Koppelweide, der entweder die Form eines Wetzsteins hatte oder tatsächlich zum Wetzen benutzt wurde.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Wetz

Vermutlich zu ahd. wezzen, mhd. wetzen sw. V. ‚schärfen‘, eine Ableitung vom Adjektiv ahd. hwas ‚scharf(kantig)‘. Es handelt sich um spitz zulaufende Flurstücke, was für die Flurform der Wetzen in Groß-Rohrheim zutrifft. Die am Altrhein gelegenen Flurstücke könnten allerdings auch zu den Wetz(bach)-Namen (s. d.) gehören1.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Wetz: AUF DER WETZ (Schwalbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/98705_auf-der-wetz> (aufgerufen am 13.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/98705