Wasch-Pfuhl: im Wasch pful
Beleg
Standard-Flurname
Wasch-Pfuhl
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1792
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 248/2, Nr. 6.
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Pfuhl
Zu ahd. pfuol, mhd. phuol st. M. ‚Pfuhl, Sumpf, Suhle‘. Wie nhd. Pfuhl zumeist eine Bezeichnung für Wasserlachen und kleinere stehende Gewässer. In Verbindung mit -acker, -wiese weisen die Namen allgemein auf feuchte Bodenverhältnisse hin. Dabei geht die mundartliche Variante /poul/ auf monophthongiertes /uo/ in mhd. phuol zurück (mit weitergehender Diphthongierung /u:/ > /ou/).
Wasch
Zu ahd. wascan, mhd. waschen, weschen st. V. ‚waschen, spülen‘. Dazu tritt die besonders in Hessen verbreitete Ableitung Wasch F. ‚Waschung, Wäsche, Waschtag‘. Die Namen beziehen sich auf Flurstücke, auf denen Wäsche, zumeist in fließendem Wasser, gewaschen und anschließend gebleicht wurde. Ob die Namen in Langgöns und Watzenborn tatsächlich aus *Wasch-bleuel entstellt sind (Schaum, Stumpf) und damit dem FormN in Muschenheim entsprechen, ist unklar. GT kann auch dialektal -boil < -bühel ‚Hügel‘ sein. - Waschklee ist die Bezeichnung für einen Teilabschnitt des Kleebachs.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Pfuhl
Zu ahd. pfuol, mhd. phuol st. M. ‚Pfuhl, Sumpf, Suhle‘. Wie nhd. Pfuhl zumeist eine Bezeichnung für Wasserlachen und kleinere stehende Gewässer. Daneben steht in Südhessen auch die Bedeutung ‚Jauche, Jauchetümpel‘. Die FlN sind aber fast immer auf die ursprünglichere Bedeutung bezogen. In Verbindung etwa mit -acker, -wiese weisen die Namen allgemein auf feuchte Bodenverhältnisse hin. Dabei geht die mundartliche Variante Pu(h)l auf monophthongiertes /uo/ in mhd. phuol zurück (mit weiter gehender Senkung zu Po(h)l). Für den Namen in Seeheim wird Herkunft aus einem PN Pühler, Püler vermutet
Wasch
Zu ahd. wascan, mhd. waschen, weschen st. V. ‚waschen, spülen‘. Dazu tritt die besonders in Hessen verbreitete Ableitung Wasch F. ‚Waschung, Wäsche, Waschtag‘. Die Namen beziehen sich auf Flurstücke, auf denen Wäsche, zumeist in fließendem Wasser, gewaschen und anschließend gebleicht wurde, vereinzelt benennt der Name aber auch eine Wälzlache für Wildschweine
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Pfuhl
Karte 111
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wasch-Pfuhl: im Wasch pful (Schwalbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/98690_im-wasch-pful> (aufgerufen am 13.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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