Molter-Kaute: auf der Molterskaut

Historischer Beleg aus Schwalbach  
Gemeinde
Schöffengrund
Landkreis
Lahn-Dill-Kreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Molter-Kaute

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1791

Quelle

Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 248/2, Nr. 6.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Kaute

Zu spätmhd. kûte F. (mitteldt.) ‚Grube, Loch‘. Am Ende des 15. Jahrhunderts beginnt Kaute älteres Grube zu ersetzen. Namengebend waren stets natürliche oder künstliche Bodenvertiefungen, dann meist mit Kaute im GT. In Eisenkauten wurde Eisen im Tagebau abgebaut; die zahlreichen Leimenkauten dienten der Lehmgewinnung.

Molter

Zu Molt (s.d.) mit /er/-Ableitung oder zu dialektal Molter ‚Maulwurf‘.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Kaute

Zu spätmhd. kûte F. (mitteldt.) ‚Grube, Loch‘. Am Ende des 15. Jh.s beginnt Kaute älteres Grube zu ersetzen. Namengebend waren stets natürliche oder künstliche Bodenvertiefungen, dann meist mit Kaute im GT. Ob auch der Beleg aus Wattenheim (als Diminutiv) hierher gehört, ist ungewiss.

Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)

Kaute

Karte 94

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Molter-Kaute: auf der Molterskaut (Schwalbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/98533_auf-der-molterskaut> (aufgerufen am 16.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/98533