Lohrbach-Lache: in der Lohrbachs Lach
Beleg
Standard-Flurname
Lohrbach-Lache
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1793
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 248/2, Nr. 6.
Weitere Belege
- LOHRBACHSLACH
- 1798: in der Löhrbachslach [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 248/2, Nr. 6., fol. 25
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Lache
Lache kann sich in FlN auf zwei verschiedene Sachverhalte beziehen: Lache 1: Zu ahd. lah st. M., lahha sw. F. ‚Lache, Sumpf, Wassergraben‘, mhd. lâ st. F., lache sw. st. F. ‚Lache, Pfütze, Sumpf, Sumpfwiese‘, nhd. Lache, ‚stehendes kleineres Gewässer, Pfuhl; sumpfige Wiese; niedrig gelegener, oft überschwemmter Landstrich; flache Geländevertiefung; stehendes Wasser in einem alten Flussbett‘. Lache 2: Zu mhd. lâche, lâchene sw. F., nhd. Lache ‚Einschnitt, Kerbe in den Grenzbaum oder -stein; Grenzzeichen‘. Zur Grenzmarkierung dienten im Mittelalter Einkerbungen in bestimmten, meist auffälligen und hochwüchsigen Bäumen (mhd. lâchboum st. M. ‚Grenzbaum‘) oder Steinen (mhd. lâchstein st. M. ‚Grenzstein‘). Im Untersuchungsgebiet scheint durchweg die Bedeutung Lache 1 namengebend zu sein. Dabei bezieht sich der Name in Einzelfällen sogar auf ein fließendes Gewässer wie im Falle der Oberlache in Gießen-Wieseck. Nur in einigen Namen mit Lache als BT könnte auch eine Grenzmarkierung Anlass zum Namen gegeben haben.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Lache
Karte 108
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Lohrbach-Lache: in der Lohrbachs Lach (Schwalbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/98514_in-der-lohrbachs-lach> (aufgerufen am 14.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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