Lub-Grund: vffm lubs grond

Historischer Beleg aus Schönbach  
Gemeinde
Herborn
Landkreis
Lahn-Dill-Kreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Lub-Grund

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1542

Quelle

Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Nr. S 1195.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Grund

Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend.

Lub

Nach der mündlichen Form zu Loh (s.d.) mit Hebung /o:/ > /u:/. Auffällig ist das fem. Genus des Born-Namens; vielleicht aber auch zu hess. lub, Lupp ‚Lab‘, so dass die trübe Wasserfärbung namengebend war.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Grund

Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. Dazu treten ziemlich häufig Diminutive mit den Suffixen -chen und -lein. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend. Auch bei Gewässern liegt die Bedeutung ‚tief‘ zu Grunde.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Lub-Grund: vffm lubs grond (Schönbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/98193_vffm-lubs-grond> (aufgerufen am 07.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/98193