Rind-Riemen: Der Rindsriemen
Beleg
Standard-Flurname
Rind-Riemen
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1858
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Karten, A II 27.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Rind
Zu ahd. rind, rint, mhd. rint st.N. ‚Rind‘. Die Namen beziehen sich meist auf Viehweiden oder die dorthin führenden Wege. Mitunter sind Körperteile als FormN namengebend: Rindsfuß, Rindhaut (wohl für eine große, unregelmäßige Fläche). - Gelegentlich wird /rind/ zu /ring/ gutturalisiert und kann dann mit Ring (s.d.) vermengt sein. Durch dialektale Sendkung /i/ > /e/ sind Vermengungen mit Renn (s.d.) möglich.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Riemen
Zu ahd. riomo, mhd. rieme sw. M., fnhd. riem, rimen ‚schmaler Streifen, Riemen‘. Die FlN beziehen sich auf lang gestreckte, schmale Flurstücke, meist Ackerstreifen. In Mörlenbach liegt Umdeutung zu Römer (s. d.) vor.
Rind
Zu ahd. rind, rint, mhd. rint st. N. ‚Rind‘. Die Namen beziehen sich meist auf Viehweiden oder die dorthin führenden Wege. Bei den Belegen aus Bürstadt (und Schwanheim?) handelt es sich vermutlich um Tränkestellen für Rinder (vgl. Mörtel
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rind-Riemen: Der Rindsriemen (Windecken)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/9732_der-rindsriemen> (aufgerufen am 04.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/9732