Sand-Furt: vor dem Sand Fort
Beleg
Standard-Flurname
Sand-Furt
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1747
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 179, Nr. 204.
Weitere Belege
- 1713: In Sandtfurth [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 179, Nr. 204., fol. 8' - 1753: vor dem sandfurth [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 179, Nr. 204., fol. 41' - 1753: vorm Sandpfort [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 179, Nr. 204., fol. 55'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Furt
Zu ahd. furt, mhd. vurt st. M. ‚Furt‘. Es handelt sich um seichte Stellen, an denen ein Gewässer durchquert werden kann. In Mittelhessen hat Furt, wie schon im Mhd., durchweg mask. Genus.
Sand
Zu ahd. mhd. sant st. M. ‚Sand‘. Die Namen beziehen sich durchweg auf die Bodenbeschaffenheit. In Sandgruben und Sandkauten wurde Sand gegraben.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Furt
Zu ahd. furt, mhd. vurt st. M. ‚Furt‘. Es handelt sich um seichte Stellen, an denen ein Gewässer durchquert werden kann.
Sand
Zu ahd. mhd. sant st. M. ‚Sand‘. Die Namen beziehen sich durchweg auf die Bodenbeschaffenheit. In Sandgruben und Sandkauten wurde Sand gegraben; der Name Sandschließ in Groß-Gerau (und wohl auch in Erzhausen) bezieht sich offenbar auf eine Schließanlage des benachbarten Mühlbachs. Sprachlich auffällig sind die Diminutive und die .dd-losen Formen in Alsbach, Eberstadt, Jugenheim a. d. Bergstraße, Seeheim: Sie könnten auf eine Vermengung mit Sang (s. d.) verweisen. Dem Beleg in Haingrund entspricht mhd. santwerf st. M. ‚Sandhügel, Sandbank‘, möglicherweise als Grenzmarkierung (vgl. Koch
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Sand-Furt: vor dem Sand Fort (Offenbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/95523_vor-dem-sand-fort> (aufgerufen am 03.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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