Lützel-Grube: Luetzelgruben
Beleg
Standard-Flurname
Lützel-Grube
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1601
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 190, Nr. 166.
Weitere Belege
- 1567: Jn Lützelngruben [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Akten Nr. C 321. - 1567: vff Lutzeln gruben [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Akten Nr. C 321. - 1567: vf Lutzelngruben [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Akten Nr. C 321. - 1581/1585: Ihn Lutzelgruben [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Nr. G 806., fol. 7 - 1581/1585: vor Lutzel gruben [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Nr. G 806., fol. 8
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grube
Zu ahd. gruoba ‚Grube, Abgrund, Delle, Vertiefung‘, mhd. gruobe st. sw. F. ‚Grube, Steinbruch, Loch, Höhle‘. In den FlN kann das Wort für eine künstlich angelegte Bodenvertiefung wie etwa einen Steinbruch, eine Fanggrube und möglicherweise auch für Gräben an der Gemarkungsgrenze, aber ebenso auch für einen naturgegebenen Geländeeinschnitt verwendet werden.
Lützel
Zu ahd. luzil, luzzil ‚klein, kurz; unbedeutend; wenig; gering; arm‘, mhd. lütze, lüz und lützel ‚klein, gering, wenig‘. Die Namen beziehen sich auf Flur- und Waldstücke, Bodenerhebungen, Bachläufe und Bauwerke von geringer Größe.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grube
Zu ahd. gruoba ‚Grube, Abgrund, Delle, Vertiefung‘, mhd. gruobe st. sw. F. ‚Grube, Steinbruch, Loch, Höhle‘. Als Pluralform erscheint gelegentlich statt Gruben umgelautetes Grübe und Griebe, das dann auch als Singular auftritt. In den FlN kann das Wort für eine künstlich angelegte Bodenvertiefung wie etwa einen Steinbruch, eine Fanggrube und möglicherweise auch für Gräben an der Gemarkungsgrenze, aber ebenso auch für einen naturgegebenen Geländeeinschnitt verwendet werden. Der grube Nußbaum aus Klein-Umstadt kann auch auf grob zurückgehen (mit Hebung /oː/ > /uː/).
Lützel
Zu ahd. luzil, luzzil ‚klein, kurz; unbedeutend; wenig; gering; arm‘, mhd. lütze, lüz und lützel ‚klein, gering, wenig‘. Die Namen beziehen sich auf Flur- und Waldstücke, Bodenerhebungen, Bachläufe und Bauwerke von geringer Größe. Einzelne Namen (Lindenfels) werden auch auf mhd. letze st. F. ‚Hinderung; Schutzwehr, Grenzbefestigung‘ zurückgeführt
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Lützel-Grube: Luetzelgruben (Nanzenbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/87369_luetzelgruben> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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