Lange-Grube: Jn langen gruben
Beleg
Standard-Flurname
Lange-Grube
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1603/1613
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Akten Nr. C 315.
Weitere Belege
- 1567: vf Langen gruben
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Akten Nr. C 321. - 1569: Jm langen gruben [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Akten Nr. Z 1778., fol. 8 - 1581/1585: In Langruben [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Nr. G 806., fol. 50 - 1601: Langen gruben [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 190, Nr. 166., fol. 38 - 1601: vor Langen grub: [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 190, Nr. 166., fol. 38' - 1657: in der langengruben [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Akten Nr. Z 1284., fol. 30 - 1657: in langen gruben [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Akten Nr. Z 1284., fol. 35 - 1751/1752: in langen gruben [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Nr. H 877., fol. 98'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grube
Zu ahd. gruoba ‚Grube, Abgrund, Delle, Vertiefung‘, mhd. gruobe st. sw. F. ‚Grube, Steinbruch, Loch, Höhle‘. In den FlN kann das Wort für eine künstlich angelegte Bodenvertiefung wie etwa einen Steinbruch, eine Fanggrube und möglicherweise auch für Gräben an der Gemarkungsgrenze, aber ebenso auch für einen naturgegebenen Geländeeinschnitt verwendet werden.
Länge
Zu ahd. langî, lengî, mhd. lenge st. sw. F., frühnhd. leng ‚Länge‘, einer Substantivbildung zu lang. Der FlN weist auf die langgestreckte Form eines Flurstückes hin. Mitunter hat Umdeutung aus -land - bedingt durch die Gutturalisierung /-nd/ > /ng/- stattgefunden, so in Langgöns.
Lange
Substantivbildung zum Adjektiv lang (s.d.).
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grube
Zu ahd. gruoba ‚Grube, Abgrund, Delle, Vertiefung‘, mhd. gruobe st. sw. F. ‚Grube, Steinbruch, Loch, Höhle‘. Als Pluralform erscheint gelegentlich statt Gruben umgelautetes Grübe und Griebe, das dann auch als Singular auftritt. In den FlN kann das Wort für eine künstlich angelegte Bodenvertiefung wie etwa einen Steinbruch, eine Fanggrube und möglicherweise auch für Gräben an der Gemarkungsgrenze, aber ebenso auch für einen naturgegebenen Geländeeinschnitt verwendet werden. Der grube Nußbaum aus Klein-Umstadt kann auch auf grob zurückgehen (mit Hebung /oː/ > /uː/).
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Lange-Grube: Jn langen gruben (Nanzenbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/87345_jn-langen-gruben> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/87345