Heilige-Hege: Auf der hellheeg
Beleg
Standard-Flurname
Heilige-Hege
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
ca. 1764
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Kataster I, Wallroth, B 1.
Weitere Belege
- ca. 1764: Auf der hellen heeg [Acker]
Staatsarchiv Marburg, Kataster I, Wallroth, B 1., pag. 490 - ca. 1764: Auf der heil: heeg
Staatsarchiv Marburg, Kataster I, Wallroth, B 1., pag. 3 - ca. 1764: bey der helle heeg [Wiese]
Staatsarchiv Marburg, Kataster I, Wallroth, B 1., pag. 132
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hege
Zu mhd. hege sw. F. ‚Hege‘, einem Abstraktum zu mhd. hegen sw. V. ‚mit einem Hag umgeben, umzäunen; pflegen, bewahren‘. Die Namen weisen auf eingefriedete, mit Hecken und Zäunen umgebene Flurstücke und besonders Wälder oder Waldstücke, die unter Schutz stehen (mhd. hegewalt st. N. ‚gehegter Wald‘), aber auch auf Landwehren und Dorfumwehrungen.
Heilige
Substantivbildung zum Adjektiv heilig (s. d.).
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hege
Zu mhd. hege sw. F. ‚Hege‘, einem Abstraktum zu mhd. hegen sw. V. ‚mit einem Hag umgeben, umzäunen; pflegen, bewahren‘. Die Namen weisen auf eingefriedete, mit Hecken und Zäunen umgebene Flurstücke und besonders auf Wälder oder Waldstücke, die unter Schutz stehen (mhd. hegewalt st. N. ‚gehegter Wald‘). Bei vielen historischen Belegen ist eine präzise lautliche Abgrenzung gegen (etymologisch zudem eng verwandtes) Haag und Hecke nicht möglich. In Sickenhofen fand offenbar eine Umdeutung von Hege zu Heger ‚Wildhüter, Forstaufseher‘ statt.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Heilige-Hege: Auf der hellheeg (Wallroth)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/8717_auf-der-hellheeg> (aufgerufen am 13.07.2026)
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