Sieben-Furche: auf den sieben Fähren
Beleg
Standard-Flurname
Sieben-Furche
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1743
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 179, Nr. 197.
Weitere Belege
- 1752: auf den Sieben föhr [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 179, Nr. 197., fol. 584 - 1778: auf den Sieben Furchen [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 179, Nr. 197., fol. 3'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Furche
Zu ahd. mhd. furch st. F. ‚Furche‘. Es handelt sich teils um Ackerfurchen, teils um Grenzfurchen zwischen zwei Feldern.
Sieben
Die Namen enthalten das Zahlwort sieben, ahd. sibun, mhd. siben; in FlN vielleicht manchmal in der allgemeinen Bedeutung ‚mehrere‘. In Großen-Linden sind die Äcker tatsächlich sieben Schritt breit (Schulte). Bei dem Beleg Sieben Bäume in Bellersheim ist auch ein später unverstandener Zusammenhang mit dem Sebenbaum möglich.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Furche
Zu ahd. mhd. furch st. F. ‚Furche‘. Regional hat sich auch eine Form fur erhalten, die in Bischofsheim und Weiskirchen vorzuliegen scheint. Es handelt sich teils um Ackerfurchen, teils um Grenzfurchen zwischen zwei Feldern.
Sieben
Die Namen enthalten das Zahlwort sieben, ahd. sibun, mhd. siben; in FlN vielleicht manchmal in der allgemeinen Bedeutung ‚mehrere‘. Der mündliche Beleg aus Ober-Laudenbach kann sich auch auf einen Sefenbusch beziehen. Die Zugehörigkeit des Belegs aus Dietzenbach ist (auch wegen des Numerus) unsicher: Der Name kann auch zum FamN Seip (s. d.) gehören. Die ursprüngliche Bedeutung des FlN Siebenbürgen (Nieder-Roden) ist unklar.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Sieben-Furche: auf den sieben Fähren (Merkenbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/86304_auf-den-sieben-faehren> (aufgerufen am 05.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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