Fahr-Lücke: obig der fahrlick

Historischer Beleg aus Merkenbach  
Gemeinde
Herborn
Landkreis
Lahn-Dill-Kreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Fahr-Lücke

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1788

Quelle

Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 179, Nr. 197.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Fahr

Zu ahd. faran, mhd. varen st.V. ‚fahren, wandern, sich fortbewegen‘. Fahrwege sind breite Wege, die ganzjährig befahren werden konnten.

Lücke

Zu ahd. lucka ‚Lücke, Öffnung, Zwischenraum‘, mhd. lücke, lucke st. sw. F. ‚Loch, Lücke‘; die FlN beziehen sich auf Durchlässe in Landwehren oder im Dorfzaun, auf Öffnungen in Weidezäunen u.ä.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Fahr

Zu ahd. faran, mhd. varen st. V. ‚fahren, wandern, sich fortbewegen‘. In Verbindung mit einem GT wie -weg, -gasse oder -straße handelt es sich um ausreichend breite Wege, die ganzjährig befahren werden konnten. Die Belege sind allerdings nicht immer sicher von den Fahrt-Namen zu trennen, da dort auch Klammerformen wie *Fahrwegacker zu Grunde liegen können.

Lücke

Zu ahd. lucka ‚Lücke, Öffnung, Zwischenraum‘, mhd. lücke, lucke st. sw. F. ‚Loch, Lücke‘; die FlN beziehen sich auf Durchlässe in Landwehren oder im Dorfzaun, auf Öffnungen in Weidezäunen u. ä.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Fahr-Lücke: obig der fahrlick (Merkenbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/86053_obig-der-fahrlick> (aufgerufen am 04.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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