Schemel-Gässel: obwendig Schemels Gessel vgL sannels
Beleg
Standard-Flurname
Schemel-Gässel
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1537
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 75/1.
Weitere Belege
- 1536, kopial 1747: abwendig schemelts geßell
Staatsarchiv Darmstadt, C 3, Nr. 83., fol. 18 - 1554-1560: vnwendig an schemels gassen
Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 5/11., fol. 167' - 1554/1560: vnwendig an schemels gassen
Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 5/11., fol. 167'
Deutungen
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Schemel
Während der GassenN in Darsberg auch zu einem FamN gehören kann, sind die beiden anderen FlN eindeutig zu ahd. scamel, mhd. schamel, schemel st. M. ‚Schemel‘ zu stellen. Das aus lat. scamellum ‚Bänkchen‘ früh entlehnte Wort begegnet in der Germania romana meist in Bezug auf Weinbau und bezeichnet terrassenförmige, oft schmale, lang gestreckte Grundstücke. Auch die beiden FlN haften an langen Fluren mit durch einzelne Lachen bedingte leichte Stufen am Rand.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schemel-Gässel: obwendig Schemels Gessel vgL sannels (Darsberg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/82504_obwendig-schemels-gessel-vgl-sannels> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/82504