Kümmel-Kirche: Bei der Kümmelskirche
Beleg
Standard-Flurname
Kümmel-Kirche
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
19. Jahrhundert
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, O 61, Buxbaum. Konv. 1. · Anzeige im Hessischen Archivinformationssystem Arcinsys
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Kirche
Zu ahd. kirihha, mhd. kirche sw. F., einer Entlehnung aus vulgär-griech. *kyrikê . Namen mit dem BT Kirch- verweisen auf Flurstücke, die an eine Kirche angrenzen oder die zum Kirchenbesitz gehören. Manchmal erinnern sie an untergegangene Kirchen (Alte Kirche, Kirchenstumpf). -Vermengung mit Kirsche (s.d.) ist möglich, aber selten.
Kümmel
Zu ahd. chumîn, kumil, mhd. kumin, kümel st. M. ‚Kümmel‘ (Carum carvi), einer Entlehnung aus lat. cumînum: nach dem Anbau der Nutzpflanze oder nach dem Vorkommen des Wiesenkümmels.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Kirche
Zu ahd. kirihha, mhd. kirche sw. F., einer Entlehnung aus vulgär-griech. *kyrik³. Namen mit dem BT Kirch- verweisen auf Flurstücke, die an eine Kirche angrenzen oder die zum Kirchenbesitz gehören. Einige Belege weisen /ç/-Ausfall auf (Siedelsbrunn, Unter-Schönmattenwag)
Kümmel
Zu ahd. chumîn, kumil, mhd. kumin, kümel st. M. ‚Kümmel‘ (Carum carvi), einer Entlehnung aus lat. cumīnum: nach dem Anbau der Nutzpflanze oder nach dem Vorkommen des Wiesenkümmels. - Der FlN Kümmelskirche, der in Darsberg an der höchst gelegenen Stelle der Gemarkung haftet, weist nicht auf einen Kirchenbau hin, sondern spiegelt die Erinnerung an eine Sage
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kümmel-Kirche: Bei der Kümmelskirche (Darsberg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/82372_bei-der-kuemmelskirche> (aufgerufen am 06.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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