Hill-Wiese: by der Hillewiesen

Historischer Beleg aus Ettingshausen  
Gemeinde
Reiskirchen
Landkreis
Gießen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Hill-Wiese

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1489

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Hill

Zum FamN Hill, der im Untersuchungsraum historisch mehrfach belegt ist. - In Mainzlar könnte der BT aber auch auf eine stark verkürzte Form von heilig (s. d.) zurückgehen: */helje/ > /hil/.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Hill

Wenn es sich nicht um Nebenformen von Halde (s. d.) oder Hohl (s. d.) handelt, könnte ein Zusammenhang mit südhess. Hille ‚junges Gänschen‘ bestehen. Die Belege aus Ober-Mumbach und Weiher scheinen auf einen PN Hüdel zurückzugehen.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Hill-Wiese: by der Hillewiesen (Ettingshausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/787170_by-der-hillewiesen> (aufgerufen am 08.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/787170