Haina-Holz: das Hanauwer Holtzlein beym Hanawer Hoff
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Haina
Zum Namen des Weilers Haina (Rodheim-Bieber), aus ‚Hain-Au‘. Es ist deshalb unsicher, ob sich der Erstbeleg, der ja nur ‚Hain‘ bedeutet, auf Haina bezieht. Der Beleg von 1545 zeigt, dass Haina die Nachfolge einer wüst gefallenen Siedlung Gossling(s)hausen übernommen hat.
Holz
Zu ahd. mhd. holz st. N. ‚Holz, Gehölz, Wald‘. Einige Namen beziehen sich auf Objekte, die aus dem Werkstoff Holz gefertigt sind, die meisten auf Waldstücke und deren forstwirtschaftliche Nutzung. Ein Holzweg führt in den Wald und endet dort an einem Holzstapelplatz. - Auffallend ist das häufige Vorkommen einer Verkleinerungsform Hölzchen ‚kleines Waldstück‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Holz
Zu ahd. mhd. holz st. N. ‚Holz, Gehölz, Wald‘. Einige Namen beziehen sich auf Objekte, die aus dem Werkstoff Holz gefertigt sind (Holzbrücke, Holzbrunnen?), die übrigen auf Waldstücke und deren forstwirtschaftliche Nutzung (Holzschlag, Holzplatz, Holzkammer, Holzmacherweg). Ein Holzweg führt in den Wald und endet dort an einem Holzstapelplatz (Biebesheim am Rhein: Holzhaufen) oder einem Kohlenmeiler. Vereinzelt könnte ein FlN auch auf einen PN Holz oder Hölzer zurückführen; in Astheim scheint es im 15. Jh. den GewN Holzbach gegeben zu haben.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Haina-Holz: das Hanauwer Holtzlein beym Hanawer Hoff (Königsberg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/785855_das-hanauwer-holtzlein-beym-hanawer-hoff> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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