Megersheim-Au: inne Megershemmer auwe
Beleg
Standard-Flurname
Megersheim-Au
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1469
Quelle
Jung (1985): Struck: Das Marienstift zu Wetzlar.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Au
Zu ahd. ouwa, mhd. ouwe st. F. ‚Land am oder im Wasser, feuchter Wiesengrund, Flussinsel‘. Gelegentlich auftretende Graphien <h> und (vereinzelt) <g> sind in der Stellung zwischen zwei Vokalen als Schreibungen für einen Gleitlaut aufzufassen, der zur Ausspracheerleichterung dient. - Die Auzahl in Münster legt schon wegen des GTs Zahl ‚Schwanz‘ (s.d.) die Vermutung nahe, dass der BT Au Ergebnis einer Umdeutung ist. Der Beleg von 1489 lässt offen, ob mit <Auwer> der Auerhahn (s.d.) oder der Auerochse gemeint ist, deren Schwanz das namengebende Motiv bildete. Bei beiden Varianten ist dann allerdings erstaunlich, dass die Diphthongierung /u:/ > /au/ hier schon vollzogen ist.
Megersheim
Wüstung Megersheim zwischen Klein-Linden und Heuchelheim auf der linken Lahnseite. Der OrtsN benennt die ‚Siedlung des Meginrat‘. Der Ehrsamer Weg ist durch falsche Silbentrennung in dieser Form entstanden.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Au
Zu ahd. ouwa, mhd. ouwe st. F. ‚Land am oder im Wasser, feuchter Wiesengrund, Flussinsel‘. Gelegentlich auftretende Graphien lgg, ,hh und bb sind in der Stellung zwischen zwei Vokalen als Schreibungen für einen Gleitlaut aufzufassen, der zur Ausspracheerleichterung dient. Au- und Aab-Belege stehen öfter nebeneinander; so auch in Bensheim, wo der Au-Name in der Raab-Straße aufgegangen ist
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Megersheim-Au: inne Megershemmer auwe (Klein-Linden)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/785582_inne-megershemmer-auwe> (aufgerufen am 05.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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