Hasel-Ratte: auf die Haselratten
Beleg
Standard-Flurname
Hasel-Ratte
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1492
Quelle
Müller (1985): Staatsarchiv Darmstadt, Urkunde 1492 Okt. 22.
Weitere Belege
- 1492: uff die Haselratt(en)
Staatsarchiv Darmstadt, A 3. - 1745: auf der Haßelratt
Müller (1985): Gemeindearchiv Steinbach, Geschoßbuch Mitte 18. Jahrhundert, 26
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hasel
Zu ahd. hasal, hasala, mhd. hasel st. sw. F. ‚Hasel, Haselnuss‘ (Corylus Avellana). Charakteristisch für die historische und rezente Belegstruktur ist das Nebeneinander von umgelauteten und nicht-umgelauteten Formen, von Vokallänge und Vokalkürze sowie der häufige /l/-/n/-Wechsel am Wortende. Dadurch sind auch Vermengungen mit Hase und Hesse(en) möglich. - Die Haselratte ist eine Mausart: ‚die große Haselmaus, Bilchmaus, Zysel‘.
Ratte
Haselratte ist eine Bezeichnung für die ‚Haselmaus, Bilchmaus‘. Der GT gehört sprachlich zu ahd. rato, ratta, mhd. rat sw. M., ratte sw. F. ‚Ratte‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hasel
Zu ahd. hasal, hasala, mhd. hasel st. sw. F. ‚Hasel, Haselnuss‘ (Corylus Avellana); südhess. stehen die Formen Hasel und Häsel nebeneinander. Auf ahd. hasalahi, haselach ‚Haselgebüsch‘ gehen Namen wie Haselloch, Hasellache, aber auch Haßloch (Groß-Bieberau), Häsling (Ober-Beerbach) oder Hesslich (Falken-Gesäß) zurück
Ratte
Wohl zu ahd. rato, ratta, mhd. rat sw. M., ratte sw. F. ‚Ratte‘; Benennungsmotiv war vermutlich das gehäufte Auftreten des Tieres.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hasel-Ratte: auf die Haselratten (Steinbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/780999_auf-die-haselratten> (aufgerufen am 06.05.2026)
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